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Der Gemeinde-Sport-Verband geht die SPD hart an.

Rheurdt : Rheurdt dreht eine neue Platzrunde

Die Posse um die überfällige Sanierung der Rheurdter Sportstätten geht weiter. Im aktuellen Amtsblatt der Gemeinde ist auf Seite elf eine Stellungnahme des Gemeinde-Sport-Verbandes Rheurdt abgedruckt, die nicht namentlich unterzeichnet ist.

Darin wird die SPD einer „Falsch-Darstellung“ in ihrer Parteizeitung „Lokalgespräch“ bezichtigt. Zur Erinnerung: Dort war im Juli darauf hingewiesen worden, dass Änderungen im Sportstättenkonzept zu neuen Diskussionen und Verzögerungen in der Umsetzung führen würden.

Dagegen wendet sich der Gemeinde-Sport-Verband. Im zweiten Absatz des aktuellen Amtsblatt-Textes ist einmal von „beschlussreifen Konzepten“ die Rede, dann wieder von „Beschlüssen“. Diese habe die SPD trotz mehrfacher Nachfrage nicht vorlegen können, heißt es. Auf Nachfrage verweist der SPD-Fraktionsvorsitzende Werner Frohnhoffs auf die Niederschrift der Hauptausschuss-Sitzung vom 14. November 2017. Dort sei alles nachzulesen. Damals hatten sich SPD, Grüne und FDP gemeinsam gegen die CDU-Mehrheitsfraktion mit einem Fahrplan für die Sportstättensanierung durchsetzen können.

Diese war, laut Frohnhoffs, zuvor abgestimmt mit dem Vorsitzenden des Gemeindesportverbandes, Jürgen Wienes. Der ist als sachkundiger Bürger der CDU in die Ratsausschüsse für Soziales und Schule/Sport entsandt. Er leitet den Gemeinde-Sport-Verband. Und Wienes amtiert als Vorsitzender der Spielvereinigung Rheurdt-Schaephuysen. Dass er dem Fahrplan von SPD, Grünen und FDP zugestimmt hat, bestreitet Wienes bislang nicht. Zugleich hat die Spvgg Rheurdt-Schaephuysen eigene Vorstellungen entwickelt und mit 32 zu 31 Stimmen denkbar knapp angenommen. Ein Teil der Irritationen mag daher kommen, dass Wienes nun gegen sich selber Opposition machen muss.

Für die SPD ist der Antrag mit Datum vom 1.September 2017 abzuarbeiten. „Damit vor allem die Turner möglichst rasch eine Halle in Schaephuysen bekommen“, so Frohnhoffs. Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen hatte darauf hingewiesen, dass für jeden Teilschritt gesonderte Beschlüsse erforderlich seien.