Neukirchen-Vluynerin bei Sendung „Das große Backen“ dabei Vegan backen ist für Sandra Kiss kein Problem

Neukirchen-Vluyn/Rheinberg · Die 37-jährige nimmt an der elften Staffel der Sat.1-Sendung „Das große Backen“ teil. In der dritten Folge müssen die Hobbybäcker tierfrei backen. Was sich die Rheinbergerin dafür überlegt hat und ob sie eine Runde weiterkommt.

 In der dritten Folge der Sendung „Das große Backen“ musste Sandra Kiss aus Rheinberg drei vegane Backwerke anfertigen. Davor hatte sie Respekt, denn sie hat bisher noch nicht viel ohne tierische Produkte gebacken, wie sie in der Sendung erzählt.

In der dritten Folge der Sendung „Das große Backen“ musste Sandra Kiss aus Rheinberg drei vegane Backwerke anfertigen. Davor hatte sie Respekt, denn sie hat bisher noch nicht viel ohne tierische Produkte gebacken, wie sie in der Sendung erzählt.

Foto: ©SAT.1/Claudius Pflug

„Die meisten von uns haben noch nicht häufig vegan gebacken. Auch ich habe erst ein, zwei Rezepte vorher ausprobiert“, gesteht Sandra Kiss in der dritten Folge der Sendung „Das große Backen“. In dieser muss sich die Rheinbergerin, die bei der Stadtverwaltung in Neukirchen-Vluyn arbeitet, wieder der Jury mit drei selbst gebackenen Backwerken beweisen. Am Ende können die Juroren Christian Hümbs und Bettina Schliephake-Burchardt die Werke der 37-Jährigen mit insgesamt bis zu 60 Punkten bewerten (20 Punkte je Aufgabe).

Die erste Aufgabe in Woche drei lautet „Mo(h)n Amour“. Die neun verbliebenen Kandidatinnen und Kandidaten sollen einen veganen Kuchen oder eine vegane Torte backen, in der der Mohn aromatisch im Mittelpunkt steht. „Der Mohn muss mit einer fruchtigen Komponente harmonisch kombiniert werden“, erläutert Schliephake-Burchardt. Kiss hat sich dafür kleine Aprikosen-Mohn-Tartelettes überlegt, also Mürbeteig-Küchlein, die sie mit einer Dekoration aus Karamell verziert. In die Füllung kommt Marillenlikör – für den „Wumms“.

Von der Jury erhält Kiss nach Aufgabe eins ein Lob für die Dekoration und für die ausgeglichene Verteilung der Mohn- sowie der Aprikosenfüllung. Kritisiert wird allerdings die dicke Mürbeteig-Schicht, den Teig hätte sie dünner ausrollen sollen, ist die Jury der Meinung. Grundsätzlich aber eine gute Bewertung für das vegane Backwerk.

Doch was bedeutet vegan backen eigentlich genau? Die Bäckerinnen und Bäcker haben einen anderen „Warenkorb“ an Zutaten, wie es Hümbs beschreibt. Denn zugelassen sind nur Produkte, die tierfrei sind. So dürfen beispielsweise weder Kuhmilch, noch tierische Butter, Hühnereier oder Honig verwendet werden, da sich Veganer gegen die Nutzung von Tieren zur Verarbeitung als Lebensmittel oder etwa zur Verarbeitung als Kleidungsstück aussprechen.

Für das Backen hat dies Konsequenzen: „Vegan backen ist auf jeden Fall komplexer, weil man die Zutaten nicht einfach eins zu eins austauschen kann“, so Schliephake-Burchardt. Man müsse manchmal die Konsistenzen der Teige, mit denen gearbeitet wird, verändern, sagt sie.

Aufgabe Nummer zwei ist es, die technische Prüfung zu bestehen. Dafür müssen die Teilnehmenden vegane Apfeltaschen nach einem Rezept von Schliephake-Burchardt nachbacken. Für Kiss scheint diese Aufgabe kein Problem zu sein. Das erkennen auch Hümbs und Schliephake-Burchardt, die erneut die Optik des Backwerks loben. Auch die leckere Füllung wird gelobt. Am Ende landet Kiss mit ihren veganen Apfeltaschen auf Platz vier.

In der dritten Aufgabe müssen die Kandidatinnen und Kandidaten tierische „Kawaii-Torten“ backen. Der Begriff „Kawaii“ kommt aus dem Japanischen und bedeutet „süß“ oder „liebenswert“, wie van de Meiklokjes erklärt. Die Aufgabe besteht darin, in fünf Stunden eine vegane 3D-Kuppel-Torte zu backen, die die Form eines süß aussehenden Tieres hat. Das gelingt Kiss, die sich für eine Wal-Mädchen-Torte, gefüllt mit Mandelböden, einer Schoko-Avocado-Creme, einem Walnuss-Crunch und einer Waldfrucht-Einlage entschieden hat, gut. „Du hast die Torte sehr ordentlich eingedeckt, das Gesicht gefällt mir gut“, sagt Schliephake-Burchardt. Hümbs lobt ebenfalls die Optik der Torte, aber auch die Füllung: „Ich finde, es passt perfekt zusammen“, lautet sein Urteil. „Die Böden sind hervorragend luftig-locker gebacken“, sagt er.

Kiss kann sich also am Ende der dritten Woche über eine gute Bewertung in allen drei Aufgaben freuen. Insgesamt erhält sie 46,0 Punkte, die sich wie folgt verteilen: 14,5 Punkte für Aufgabe eins, 14,5 Punkte für Aufgabe zwei und 17,0 Punkte für die dritte Aufgabe. Damit ist sie eine Runde weiter und kann sich auf die vierte Folge der Sendung „Das große Backen“ freuen, die am 20. September um 20.15 Uhr auf Sat.1 zu sehen ist.

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