Neukirchen-Vluyn: CVJM-Posaunenchor lässt aufhorchen

Neukirchen-Vluyn: CVJM-Posaunenchor lässt aufhorchen

Das Ensemble spielte im Neukirchener Gemeindezentrum. Fünf Jungbläser nahmen erstmals am Konzert teil.

Chorleiter Raphael Thöne hatte nicht zu viel versprochen. Geistliche Lieder, Ohrwürmer und Texte zum Nachdenken und Schmunzeln wurden im Programm angekündigt. Die Blechbläser des Vereins Christlicher Junger Menschen (CVJM) konnten dabei zeigen, was in ihren Instrumenten steckt und wie stark sie als Ensemble sind. Das Neukirchener Gemeindehaus war voll besetzt, um sich das Ergebnis intensiver Vorbereitung anzuhören. "Geprobt haben wir seit Oktober", sagte Raphael Thöne. "Ich bin mit dem Konzert sehr zufrieden", so sein Lob über die ambitionierten Chormitglieder und ihr harmonisches Zusammenspiel, als Applaus und Zugabe verklungen waren.

Rund 30 Köpfe zählt der Posaunenchor, das Alter der Musizierenden liegt bei sieben bis 82 Jahren. Eine gut eingestimmte Gemeinschaft, wie auch während des Konzertes zu erleben war. Ihren Auftritt lieferten die Jungbläser mit der "Fuguette" von Johann Christoph Pachelbel, einem Komponisten des Barocks, ab. Gleich zu Beginn des Konzerts wurde mit dem Stück von Michael Schütz "Da berühren sich Himmel und Erde" das Publikum eingebunden und zum Mitsingen aufgefordert. Das "Halleluja" von Georg Friedrich Händel folgte. Mit der "Intrade" von Melchior Frank, ein Stück zwischen Spätrenaissance Frühbarock, verließ der Posaunenchor die Vergangenheit und rückte danach Stücke des 20. Jahrhunderts in den Fokus.

Für Thöne blieb immer noch Zeit, die verschiedenen Programmpunkte anzusagen, so auch "Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt". Ein Stück, dem Thöne durch ein neues Vorspiel und einen neuen Choralsatz den eigenen Stempel aufdrückte. Deutlich hörbar dabei die maritime Klangfarbe zu Beginn. Weiter ging es mit "Ich wollte nie erwachsen sein", das durch das Musical "Tabaluga" von Peter Maffay bekannt wurde. Auch Komponisten wie Alexander Serr, Matthias Nagel und Richard Roblee präsentierten die Blechbläser. Geschickt platzierten sie zwischen die verschiedenen Programmpunkte Anekdoten, Humorvolles wie Nachdenkliches, das sich inhaltlich zwischen Himmel und Erde bewegte.

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Nach einem einstündigen Programm, dankte Heidi Lenz im Namen des Posaunenchors dem Leiter Raphael Thöne. Seit nunmehr acht Jahren, seit dem 100. Geburtstag des CVJM, gibt er den Takt an. Er übernahm die Arbeit von Ernst Höschen und führte das hohe Niveau des Ensembles weiter. Dass der Posaunenchor auf starkes Interesse stößt, spricht für sich. "Ohne Jungbläser geht es nicht. Sie sind mit Begeisterung dabei. Zu uns können Nachwuchsmusiker kommen, die das Instrument ausprobieren wollen, oder auch Wiedereinsteiger, die früher mal gespielt haben", so Thöne.

Nächstes Highlight ist das Bundesposaunenfest am 18. Juni in der Grugahalle Essen. Proben finden statt im Neukirchener Gemeindezentrum Hochstraße mittwochs, 19 bis 19.30 Uhr (Jungbläser), 19.30 bis 21 Uhr (Posaunenchor).

(sabi)