1. NRW
  2. Städte
  3. Neukirchen-Vluyn

Corona: Beim Blutspende-Termin in Rheurdt gelten besondere Regeln.

Termin in der Martinusschule Rheurdt : Blutspende mit besonderen Regeln

In der Corona-Krise fallen viele Blutspendetermine aus. Umso wichtiger ist es, dass die stattfindenden wahrgenommen werden – wie am 1. April in Rheurdt.

Es wird ein besonderer Blutspende-Termin. Denn wegen der Ausbreitung des Corona-Virus muss der Blutspendedienst am 1. April in der Martinusschule Rheurdt besondere Vorsichtsmaßnahmen walten lassen. Dass auch in der Krise Blut gespendet wird, sei allerdings wichtig, sagte am Donnerstag Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendediensts West. Zwar mangle es grundsätzlich nicht an Blutspendern. Im Gegenteil: „Der Impuls, helfen zu wollen, ist zurzeit sehr groß“, sagte Küpper. Aber die Gelegenheiten, Blut zu spenden, werden weniger, zum Beispiel, weil Spendetermine in Firmen oder Schulkollegs derzeit ausfallen müssen. Auch auf die „mobilen“ Spendetermine in Bussen verzichte der Blutspendedienst vorläufig. „Die geltenden Abstandsregeln wären darin nicht gut umsetzbar“, erläuterte Küpper.

In Rheurdt werden, wie aktuell bei allen Blutspendeterminen, neue Bestimmungen zu beachten sein. So müssen Besucher Abstand zueinander halten, und schon im Eingangsbereich werde bei jedem und jeder die Körpertemperatur gemessen. Personen mit erhöhter Temperatur müssen die Martinusschule sofort verlassen. Für die obligatorische Messung des Eisenwerts wird nicht wie sonst ein Blutstropfen aus dem Ohrläppchen entnommen, sondern aus der Fingerspitze. „Auf diese Weise wahren wir mehr Abstand“, erläuterte Küpper. Im Spenderaum stehen weniger Liegen als sonst, das Team des Blutspendediensts trage Mundschutz und werde durch Glaswände (wie an der Supermarktkasse) von den Spendern so gut wie möglich getrennt.

Begleitpersonen und Kinder von Spendern müssen aus Gründen des Infektionsschutzes draußen bleiben. Auch werden Spender gebeten, nach Möglichkeit einen eigenen Kugelschreiber zum Ausfüllen von Formularen zu benutzen. Der beliebte „Kaffeeklatsch“ nach der Blutspende entfalle, so Küpper. Statt des sonst angebotenen Imbisses werden nun Lunchpakete zum Mitnehmen verteilt.

Wer einen grippalen Infekt oder eine Erkältung hat, darf kein Blut spenden – das war aber auch in der Zeit vor Corona schon so. Ausgeschlossen von der Blutspende ist jetzt auch, wer in den letzten vier Wochen im Ausland war. Auf das Corona-Virus getestet werden die Spender allerdings nicht, anhand der Blutspende sei dies auch gar nicht möglich. Und: Eine Übertragung des Virus durch Blut sei wissenschaftlich nicht dokumentiert.

Termin: Martinusschule Rheurdt, Meistersweg 6, Mittwoch, 1. April, 17 bis 20 Uhr. Unter www.blutspendedienst-west.de ist eine „FAQ-Liste“ mit Antworten auf Fragen im Zusammenhang mit Corona zu finden.