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CDU Rheurdt bereitet sich auf Wahlkampf vor

Politik zu Zeiten von Corona : CDU Rheurdt: Vorbereitung auf den Wahlkampf in Videokonferenzen

Die Christdemokraten haben ihre Arbeit in der Corona-Zeit digital fortgesetzt. Am nächsten Montag wollen sie zum ersten Mal wieder in großer Runde tagen. Im Wahlkampf will die Partei auch soziale Medien bedienen.

  Im Nachhinein ist Robert Peerenboom froh, die Aufstellungsversammlung für die Kandidaten für den Rheurdter Gemeinderat auf den 11. März terminiert zu haben. „Ein Händeschütteln gab es an diesem Abend nicht mehr“, erinnert sich der CDU-Vorsitzende für Rheurdt und Schaephuysen an die Versammlung in der Gaststätte Winters-Gilbers. „Aber wir konnten noch tagen. Wir hatten das Glück. Solche Treffen sind seit dem Kontaktverbot vom 23. März nicht mehr möglich.“  Deshalb sucht die CDU neue Wege, zumal der Termin für die Kommunalwahl am 13. September näher rückt.

„Viereinhalb Monate hören sich lange an“, sagt der CDU-Bürgermeisterkandidat. „Aber es geht schnell, weil die Bürger in den Sommerferien nicht für Wahlkampf zu erreichen sind. Außerdem ist es der erste Wahlkampf in der Coronazeit. So was wünscht sich keiner.“

Dadurch ist einiges anders als sonst. Der geschäftsführende Vorstand der CDU, der sich zur Vorbereitung auf die Kommunalwahl sonst persönlich trifft, telefoniert viel miteinander und tagte bereits „digital“ viermal per Videokonferenz.  „Das funktioniert jetzt gut“, sagt der 55 Jahre alte Christdemokrat. „Auch eine Videokonferenz hat so ihre Tücken. Wer eine Frage hat oder etwas anmerken will, hebt den Stift oder den Finger. Natürlich ist es etwas anderes, als sich persönlich zu treffen.“  Deshalb kommen die Christdemokraten als Fraktion, die von den Personen weitgehend mit denen des Vorstands übereinstimmen, am nächsten Montag zum ersten Mal in der Coronazeit „analog“ in großer Runde zusammen.

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Erstmals tagen Ratsfrauen, Ratsherren und Sachkundige Bürger in der Turnhalle am Schulweg. „Dort können wir in großem Abstand voneinander sitzen“, blickt der Bürgermeisterkandidat auf diese erste Fraktionssitzung in der Coronazeit. Die Fraktionsmitglieder hören an diesem Abend etwas über die Planung zum Marktplatz in Rheurdt. Voraussichtlich werden sie von Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen informiert. „Die Planung ist ganz frisch“, sagt Robert Peerenboom. Parallel dazu tragen die Kandidaten für die Wahlbezirke zurzeit ihre Ideen zusammen. „Alle sollen sich persönlich einbringen“, betont der CDU-Bürgermeisterkandidat. Die Ideen fließen in ein kurzes Wahlprogramm ein, das es „fest“ in Druckform genauso geben soll wie „flüssig“ in Onlineform.

Die CDU  in Rheurdt will im Wahlkampf Soziale Medien bedienen, aber klassische Wege nicht vernachlässigen, zum Beispiel Wahlkampfstände und persönliche Gespräche. „Zuzuhören, die Wünsche und die Probleme der Bürger mitnehmen, ist der beste Weg im Wahlkampf“, sagt der Bürgermeisterkandidat. „Das funktioniert am besten persönlich – auch im digitalen Zeitalter. Wir hoffen, dass das irgendwann wieder möglich ist – mit dem ausreichenden Abstand.“