Neukirchen-Vluyn: Bürgerstiftung will näher bei Bürgern sein

Neukirchen-Vluyn: Bürgerstiftung will näher bei Bürgern sein

Zu ihrem 12. Geburtstag steht die Stiftung vor einer Neuausrichtung, sowohl bei den Angeboten und Zielgruppen wie auch bei Image und Vorstand.

Ein neues Logo für die Bürgerstiftung ist zurzeit in Arbeit. Es löst in den nächsten Monaten das bisherige ab, das die Mühle in der Dong stilisiert. Das neue Logo, das unter anderem Informationsblätter oder Briefpapier zieren soll, ist gleichzeitig Zeichen für eine Neuausrichtung der Stiftung, deren Büro jetzt am Plankendicksweg 31 in Vluyn liegt.

Dabei bleiben die Grundlagen der Stiftung unverändert, zum Beispiel der Slogan "Gutes tun in unserer Stadt" oder die etablierten Projekte, unter anderem die Begabtenförderung der Musikschule, die Weihnachbücherkiste für Kindergärten oder der Ehrenpreis der Bürgerstiftung. Dieser soll in diesem Jahr an Heribert und Gisela Hölz für die Bosnienhilfe gehen.

"Wir wollen näher an den Bürgern sein", sagt Heinz-Jürgen Wienicke. Er löste im November 2017 Helmut Jänecke als Geschäftsführer der Stiftung ab. Parallel mit dem alten Geschäftsführer schied Joachim Bürger aus dem Vorstand aus. Sein Nachfolger als Vorsitzender wurde Ralf Lingrün, der allerdings nur bis zum November diesen Jahres bleiben wird.

"Nach dem Stiftungsrecht dürfen Stifter nur zwölf Jahre dem Vorstand angehören", erläutert Heinz-Jürgen Wienicke. "Ralf Lingrün hat viele Kontakte. Er wird eine passende Vorsitzende oder einen passenden Vorsitzenden finden." Neben Ralf Lingrün scheidet im November Günther Fesselmann aus. Nur Per Hegenberg bleibt im Vorstand, da er diesem erst seit 2014 angehört, als er Günter Ache nachfolgte. Neben dem Logo, dem Image und dem Vorstand wandeln sich bei der Bürgerstiftung zurzeit die Zielgruppen, die Angebote und die Finanzierung.

So baut die Bürgerstiftung ihr Engagement bei Charity-Veranstaltungen aus, aktuell beim Festival "Rock of Fame", um junge Menschen anzusprechen. Dieses Festival wird federführend von Jacques Wienicke, dem Enkel des Geschäftsführers, organisiert.

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Ferner lädt sie für den 7. Dezember zu einem "Advent der Chöre", der noch keinen endgültigen Titel hat. Ein Moderator soll durch den Abend führen, bei dem die Neukirchen-Vluyner Chöre "Stap's", "ChorACT" und "QuerBEAT" in der Kulturhalle singen.

"Wir sind in der Ideenphase", berichtete Heinz-Jürgen Wienicke. Er führte Projektgespräche mit Ulrike Reichelt, Michael Linde und Rüdiger Eichholtz von der Stadt sowie Bernd Zibell von der Sparkasse am Niederrhein.

Die weiteren Gelder, die über Charity-Veranstaltungen und Sponsoren der Stiftung zufließen sollen, will sie für neue Projekte ausgeben, etwa um den neuen Fußballclub 09/21 Neukirchen-Vluyn bei der Ausbildung von Übungsleitern zu unterstützen.

"Wir wollen in den nächsten Jahren deutlich mehr Geld für Projekte bereitstellen", sagt der neue Geschäftsführer. "Wir wollen neue Mitglieder als Stifter und Mitarbeiter im Vorstand gewinnen. Wir wollen den Spenderkreis im unternehmerischen und im privaten Bereich erweitern." Im Jahr 2017 konnte die Stiftung 7900 Euro zuwenden.

(got)
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