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Brandgefahr in Neukirchen-Vluyn: Feuerwehrchef mahnt zu mehr Vorsicht.

Brandgefahr in Neukirchen-Vluyn : Die große Trockenheit: Feuerwehrchef mahnt zu mehr Vorsicht

Der Feuerwehrchef von Neukirchen-Vluyn wünscht sich mehr Achtsamkeit im Umgang mit der Dürre.

Manchmal schüttelt selbst der erfahrene Feuerwehrchef Lutz Reimann nur noch mit dem Kopf: „Zum Beispiel, wenn uns Leute in diesen Tagen fragen, ob sie Unkraut abflämmen dürfen!“ Immerhin fragen manche vorher noch. Sie bekommen ein klares „Nein“ als Antwort. Bei dieser Trockenheit kann aus dem kleinsten Funken ein Großbrand entstehen. Menschen und Tiere sind in Lebensgefahr. Der brennende Schuppen am Klietbruchweg in Niep vor einer knappen Woche – könnte auf leichtsinniges Unkrautbrennen zurückgeben, glauben manche Retter.

Die Zigarettenkippe achtlos aus dem Autofenster geschnippt? Das ist zu allen Jahreszeiten ein krasses Umweltvergehen, weil jeder Kippen-Filter 40 Liter Wasser vergiftet. Im Sommer kommt die Brandgefahr hinzu. Bereits mehrfach musste die Feuerwehr in Neukirchen-Vluyn – aber auch in benachbarten Kommunen – brennende Straßenränder löschen. „Wir vermuten jeweils Zigarettenglut als Ursache“, schimpft Reimann.

Sehr rasch könnten die Flammen vom Straßenrandstreifen auf ein Feld überspringen. „Und dort verbreitet sich ein Feuer in Windeseile.“ Deshalb sei unbedingt und dringend vom Unkrautabflämmen abzuraten. Auch Nutzfeuer anderer Art geraten schnell außer Kontrolle, wie ein Gestrüppbrand an der Döpperstraße am Montag zeigte. Dort wollte ein Mann selbst Holzkohle herstellen. Reimann: „Bei dieser Dürre - ein Wahnsinn!“ Vor gut einem Jahr war die Feuerwehr schon mal bei demselben Mann aus dem demselben Anlass: ein außer Kontrolle geratenes Nutzfeuer.

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Das Großfeuer an der neuen Mühle am Samstag, das in der Spitze 120 Feuerwehrleute vier Stunden lang auf Trapp hielt, entstand durch den Defekt einer Ballenpresse, so Reimann. 50.000 Quadratmeter Feld brannten und bewiesen, wie fix in diesen viel zu trockenen Tagen ein Flächenbrand ausbreiten kann.