Bis Weihnachten müssen 380 Rheurdter Haushalte für die Glasfaser unterschreiben.

Wie kommt die zweite Hälfte von Rheurdt ans schnelle Internet?: Großes Interesse am Info-Abend zur Glasfaser

Bis Weihnachten müssen mindestens 380 Haushalte fürs schnelle Internet unterschreiben, damit der Ausbau weitergeht.

Einige Gemeinden in Bayern und Baden-Württemberg gehen derzeit durch die Medien, weil es dort Minuten dauert, um Fernsehausschnitte, Musikvideos oder Bilder aus dem Internet herunterzuladen. Das will Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen in Rheurdt nicht erleben. So freute er sich über die Initiative „Glasfaser für Rheurdt – Wir lassen uns nicht abhängen“ von Frank Zimmermanns, die noch einmal auf die Deutsche Glasfaser GmbH zuging, um im Rheurdter Ortskern zwischen Nikolauskirche und Hochend Glasfaser zu verlegen. „Das ist für Rheurdt eine Chance, die nicht wiederkommen wird“, begrüßte er am Donnerstagabend zu einem Informationsabend der Deutschen Glasfaser GmbH.

60 Rheurdter waren in die Gaststätte „Zur Post“ gekommen, um sich über ihre zweite Chance informieren zu lassen. Die erste hatte das niederländisch-deutsche Telekommunikationsunternehmen vor zwei Jahren geboten. Doch damals wollten im südöstlichen Rheurdter Ortskern nur 150 Hauseigentümer Glasfaser in ihre Immobilien verlegt haben, im Heiligen Bruch 25. „Das sind schon einmal 18 Prozent“, sagte Projektmanager Dietmar Rotering. „Ich denke, alle die einen Vertrag unterschrieben haben, haben wieder Interesse. Die Deutsche Glasfaser fängt an, wenn es 40 Prozent sind. In absoluten Zahlen sind das bei 870 Haushalten insgesamt 380.“

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Nur durch die Initiative um Frank Zimmermanns habe das Unternehmen den Rheurdtern eine zweite Chance gegeben, da es Schaephuysen von Oermten und von „Rheurdt Süd“ aus mit einer Hauptleitung erschließe und daher sowieso in Rheurdt-Nord aktiv sei. „Die Frist, um die 40 Prozent zu erreichen, läuft bis zum 22. Dezember“, berichtete er. „Jeden Freitagnachmittag geben wir auf unserer Internetseite bekannt, wie der Stand ist. Außerdem sind unsere Vertriebsmitarbeiter in Rheurdt unterwegs.“

Um für die schnelle Übertragung von Daten via Lichtwellenleiter zu werben und zu informieren, lädt ferner die Initiative „Glasfaser für Rheurdt – Wir lassen uns nicht abhängen“ jeden Donnerstag ab 18 Uhr in die Gaststätte „Zur Post“ an der Rathausstraße 2 ein. Jeden Samstag steht sie von 10 bis 12 Uhr auf dem Parkplatz des neuen Netto-Marktes an der Bahnstraße 20. „Jetzt kommt die eigentliche Überzeugungsarbeit“, sagte am Donnerstagabend Frank Zimmermanns. „Die 40 Prozent sind zu schaffen, auch wenn das nicht einfach ist.“

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