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Berater Akke Wilmes gibt in Neukirchen-Vluyn Tipps zum Energiesparen

Gute Nachricht für Eigentümer und Mieter in Neukirchen-Vluyn : Smart Heizen kann Energie und Geld sparen

Energieberater Akke Wilmes sprach sich bei einem Themenabend für individuelle Lösungen beim häuslichen Energiemanagement aus. Diese sollen sich an den Charakteren und Lebenseinstellungen der Hauseigentümer ausrichten.

Licht schaltet sich automatisch ein, wenn es dunkel wird und jemand den Raum betritt. Rollladen fahren automatisch herunter, wenn das Tageslicht versinkt. Und die Waschmaschine springt mittags an, wenn die Photovoltaikanlage auf dem Dach den meisten Strom erzeugt. Ein „schlaues Haus“, ein „Smart Home“, kann den Energieverbrauch senken. Das machte Energieberater Akke Wilmes beim Themenabend zum Klimaschutz deutlich, den er „Smart Heizen“ genannt hatte.

Durchschnittlich 1000 Euro geben die Deutschen pro Kopf und Jahr für Wärmeenergie rund ums Wohnen aus. „Rund ein Viertel davon lässt sich durch Verhaltensänderungen und technische Modernisierung einsparen“, stellte der Energieberater der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen fest, der jeden zweiten Donnerstag im Monat von 13 bis 16 Uhr eine Sprechstunde im Rathaus anbietet.

Der 52-jährige Diplom-Ingenieur und Architekt für ökologisches Bauen zählte mehrere Beispiele auf, die zeigen, wie schwer Verhaltensänderungen sind. Einmal sei er in einem Haus gewesen, in dem Vater und Sohn gewohnt hatten. Der Strom- und der Wasserverbrauch seien doppelt so hoch gewesen wie bei vergleichbaren Immobilien. „Irgendwann hat mir der Vater berichtet, sein Sohn würde jeden Tag eine halbe Stunde unter der Dusche stehen“, sagte der Energieberater vor acht Zuhörern im Projektzimmer an der Hochstraße in Neukirchen. „Dann hat er mich gefragt, wie viel das kostet.“ Überschlägig habe er 50 Euro je Monat für Wasser, Abwasser und Strom ausgerechnet. Es könne Gründe geben, warum der Sohn so lange duschen würde. Niemand könne sein Verhalten ändern, außer er selbst. Auch eine andere Verhaltensänderung, die öfter möglich sei, komme für die meisten nicht in Frage: In ein kleineres Haus zu ziehen, wenn die Kinder es verlassen haben, um weniger Wärme und Strom zu verbrauchen.

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Deshalb setzte sich Akke Wilmes für technische Lösungen ein. Er zählte große Maßnahmen auf, zum Beispiel die Installation einer Photovoltaikanlage oder die Umstellung einer Heizung von Öl auf Holzpellets oder Gas, genauso wie kleine, zum Beispiel den Einbau von LED-Beleuchtung oder den Einsatz von „smarten“ Thermostaten an Heizkörpern. Damit ließe sich zum Beispiel morgens die Temperatur im Bad auf 23 Grad erhöhen, wenn geduscht werde, um sie später wieder auf 20 Grad zurückzufahren.

Manche technischen Lösungen würden sich bereits nach einigen Jahren rechnen, andere erst nach Jahrzehnten oder gar nicht. Trotzdem könnten diese umgesetzt werden, wenn jemand unbedingt den Energieverbrauch senke wolle. Gebäude seien genauso unterschiedlich wie ihre Eigentümer. Deshalb könne es nur individuelle Lösungen geben. „Man muss im Einzelfall entscheiden“, betonte der Energieberater, der über die Verbraucherberatung einen 90-minütigen Energiecheck für 60 Euro anbietet. „Die Philosophie der Eigentümer ist entscheidend, welche Maßnahme in Angriff genommen werden.“