Beim Rheurdter Burgerpark stehen die Zeichen auf Kompromiss

Politik in der Gemeinde : Beim Rheurdter Burgerpark stehen die Zeichen auf Kompromiss

Bei einem Treffen am Dienstagabend im Ratssaal bewegten sich Bürgerinitiative und Vereinsvertreter aufeinander zu. Aus den Ideen soll nun ein Plan gezeichnet werden.

Beim Burgerpark stehen die Zeichen auf Annäherung per Kompromiss. Im Ratssaal trafen sich am Dienstagabend Vertreter der Parteien, der Bürgerinitiative „Hände weg vom Burgerpark“, der Schützen, Kirche und Vereinsgemeinschaft. Eingeladen hatte Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen. Er ging am Ende mit einem Arbeitsauftrag aus dem Raum: Die Kompromisslinien sollen in einen Plan vom Bürgerpark eingezeichnet und beim nächsten Mal besprochen werden.

Komplett vom Tisch ist die Variante, auf 1700 von 6500 Quadratmetern Burgerpark Parkplätze anzulegen. Kleinenkuhnen bezeichnete die Vorlagen für Ratsschüsse als „Extremvarianten“, als „Gedankenspiele“. Er erinnert zugleich an den Ratsbeschluss vom 17. Dezember 2018, der den Marktplatz als Standort für das neue Feuerwehrgerätehaus festlegt und besagt, dass die Kirmes zu Pfingsten in den Burgerpark ausweicht – weil der Marktplatz als Veranstaltungsfläche durch den Neubau der Feuerwehr zu klein wird.

Siglinde Bockheim und Jürgen Volk vertraten die Bürgerinitiative in der Sitzung. Sie machten deutlich, dass der Slogan „Hände weg vom Burgerpark“ vor allem mit Blick auf die Parkplatzpläne galt. „Natürlich sollen alle Veranstaltungen dort stattfinden können wie bisher. Wir sehen im Burgerpark einen Ort der Begegnung.“ Gilt das auch für die Kirmes? Klare Antwort: Auch gegen das Volksfest sei nichts einzuwenden – solange dafür nicht Teile des Burgerpark asphaltiert und planiert werden müssen.

Im Gespräch machten dann Vertreter der Schützen und der Vereinsgemeinschaft den Vorschlag, die Wege im Burgerpark zu verbreitern, das Festzelt auf den Marktplatz zu stellen – dort wo das alte Feuerwehrgerätehaus derzeit steht und demnächst abgerissen wird. Ein Vertreter der katholischen Kirche machte deutlich, dass der Autoscooter für einige Tage nahe der Kirche stehen könne. Dagegen werde es keinen kirchlichen Bannstrahl geben.

Als die Annäherung soweit gelungen war, gab es keinen generellen Einwand gegen die Anlage neuer Parkplätze. Vertreter der Grünen kritisierten den Plan, diese unmittelbar vor der Grundschule zu schaffen. Werner Frohnhoffs von der SPD machte den Vorschlag, die Parkplätze in die Nähe des Rheurdter Einzelhandels zu bringen.

Am kommenden Montag, 8. Juli, 18 Uhr wird die Bürgerinitiative die Unterschriftenlisten ihrer Petition zur Rettung des Burgerparks vor der Ratssitzung dem Bürgermeister übergeben.

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