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Neukirchen-Vluyn: Baubetriebshof richtet sich im Kombibau ein

Neukirchen-Vluyn : Baubetriebshof richtet sich im Kombibau ein

Die Mitarbeiter haben nach und nach ihre Arbeitsräume in dem neuen Gebäude an der Tersteegenstraße bezogen. Unsere Zeitung machte nun mit Leiter Stefan Kallen einen Rundgang durch die Anlage.

Wie ein Kaugummi-Automat sieht der Spender an der Korridorwand aus. Doch der quietschbunte Inhalt ist kein Schaumzucker, es sind Ohrenstöpsel. Wo die Leute vom Baubetriebshof ihre Maschinen anwerfen - zum Beispiel Kettensägen, oder Laubbläser - da wird es manchmal recht laut. Für alle diese Apparate, für das Streugut und für die orangefarbenen Einsatzfahrzeuge haben Stefan Kallen und seine rund 50 Mitarbeiter nun genügend Platz. In den vergangenen Monaten sind sie nach und nach in den neuen Kombibau an der Tersteegenstraße gezogen. Sie nutzen diesen gemeinsam mit dem Löschzug Vluyn.

Wie die Feuerwehrleute hatten die Männer und Frauen vom Baubetriebshof vor dem Umzug Probleme mit dem Platzbedarf und mit dem Zustand der Arbeitsumgebung. "Es gab Handlungsbedarf", versichert Kallen. "Die Ausstattung war nicht mehr zeitgemäß." Beispielsweise gab es keine Möglichkeiten für die Kanalarbeiter, sich und ihre Kleidung in einem gesonderten Raum zu säubern und zu dekontaminieren. "Das ist wichtig, weil die Mitarbeiter ja bei der Arbeit mit Fäkalien in Berührung kommt."

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Auf dem Hof stehen Absperrungen mit Lichtsignalen und diverse Verkehrsschilder bereit. Im östlichen Bereich befinden sich die Streugutboxen, dort liegen auch Holz und Grünschnitt, bis sie zum Asdonkshof zur Verwertung gebracht werden. "Der Winterdienst ist noch am Rathaus", erläutert Kallen. "Dort sind auch die Silos mit dem Streusalz."

Eindrucksvoll ist die große Fahrzeughalle mit 19 Toren. Zurzeit sind nicht alle Gefährte vor Ort, doch Kallen versichert: "Heute Abend ist die Halle voll besetzt." Er weiß, dass es vor der Eröffnung des Kombibaus aus der Politik und von Anwohnern Kritik an der Größe des Gebäudes gab. Seit der Eröffnung im Sommer sind die Skeptiker allerdings still - das Thema ist durch. "Bei der Eröffnung gab es großes Interesse von Bürgern, die sich das Gebäude ansehen wollten", erinnert sich Stefan Kallen. "Kritische Töne habe ich nicht gehört."

Gegenüber der Fahrzeughalle liegt die Remise, wo unter anderen Anhänger stehen, darunter auch Vorrichtungen wie Kehrmaschinen und Düngerstreuer. Kallen führt durch eine Türe in den Heizungsraum. Darin ist es drückend warm. "Wir heizen ausschließlich mit Pellets", sagt er. Feuerwehr und Baubetriebshof nutzen gemeinsam diese Heizanlage. Und auch die Waschanlage nebenan ist für beide. Einen Korridor weiter liegen Werkstätten, Lagerräume, darunter ein kleiner Raum für Kraftstoffe und andere Chemikalien. Die Verwaltung ist im zweiten Obergeschoss des Kombibaus untergebracht, dort sind auch Besprechungs- und Gemeinschaftsraum.

Nahezu alle Abteilungen des Baubetriebshofes sind nun unter einem Dach vereinigt. "Ich würde sagen, 99 Prozent sind hier", sagt Kallen. Lediglich auf den Friedhöfen seien noch Leute vor Ort, was auch praktischer sei. Wie die Nachnutzung von Räumlichkeiten, die nicht mehr gebraucht werden, aussehen soll, darüber kann Kallen nichts sagen. Nur dies: "Die zwei Zimmer im Rathaus, die wir früher für die Verwaltung zur Verfügung hatten, sind, wie ich höre, schon für eine andere Verwendung verplant."

(RP)