1. NRW
  2. Städte
  3. Neukirchen-Vluyn

Awo-Zwergenland in Rheurdt lernt die neue Normalität

Kita in Rheurdt : Awo-Zwergenland lernt die neue Normalität

Zwölf von 44 Kindern besuchen schon wieder den Kindergarten am Schulweg in Rheurdt. Am Donnerstag nächster Woche kommen neun weitere Kinder hinzu. Die große Außenfläche der Kita ist in der Coronazeit ein Vorteil.

Zwölf von 44 Kinder besuchen zurzeit den Awo-Kindergarten Zwergenland. Meistens sind sie draußen, um im Sandkasten mit Förmchen zu bauen, die Natur zwischen den Bäumen zu erkunden oder mit Dreirädern zu fahren. Auch zu Mittag essen sie im Garten des Kindergartens. „Wir sind sehr froh, das große Außengelände zu haben“, sagt Sabrina Kleinen, Leiterin der Kindertagesstätte. „Draußen ist für Kinder in der Coronazeit viel leichter Abstand zu halten. Außerdem verteilt die Luft sich besser.“

Seit Anfang April tastet sich die Kita am Schulweg in kleinen Schritt in die neue Normalität vor, nachdem mit der Kontaktsperre ab dem 23. März die alte Normalität mit 44 Kindern sowie zehn Teil- und Vollzeitmitarbeitern aufgehört hatte. „Neu angefangen haben wir mit vier Kindern“, sagt die 30-jährige Sozialpädagogin. „Notbetreuung hat das der Gesetzgeber genannt. Mit den Wochen hat er die Personen, die zu den systemrelevanten Gruppen zählen, erhöht. Kinder von Eltern sind gekommen, die zunächst Urlaub genommen hatten, als noch nicht abzusehen war, dass die Coronazeit länger dauert. Außerdem dürfen mittlerweile Vorschulkinder die Kita besuchen, die ein Bildungs- und Teilhabecheck oder eine Behinderung haben. Woche für Woche sind mehr Kinder da.“

Nächste Woche kommen weitere neun Vorschulkinder hinzu, die nach den Sommerferien als Erstklässler zur Martinusschule wechseln. Elf Tage später werden weitere Kinder den Kindergarten besuchen. „Ab dem 8. Juni ist das Betreuungsverbot für Kindergärten aufgehoben, wie die Landesregierung bekannt gegeben hat“, sagt Dirk Ketelaers, Pädagogischer Leiter des Awo-Kreisverbandes Kleve. „In der Coronazeit ist es ist nicht mehr möglich, 44 Kinder gleichzeitig zu betreuen. Denkbar ist eine Lösung wie an den Grundschulen. Die eine Woche kommt die eine Hälfte der Kinder, die andere Woche die andere.“

Als Rheurdter blickt er auch auf die Eltern, die den Garten des Kindergartens mitangelegt haben, nachdem dieser im August 2019 eröffnet worden war. Zum Beispiel haben sie einen Berg aufgeschüttet, auf dem sie eine Rutsche installieren wollten. Ketelaers: „Es gab schon Termine, aber dann kam die Coronazeit. Ich denke, die Eltern warten schon darauf, endlich Hand anlegen zu dürfen.“

Jeden Tag alle Nachrichten zur Corona-Krise in Ihrer Stadt – bestellen Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter „Total Lokal“ mit täglicher Corona-Sonderausgabe!