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Austausch zur wirtschaftlichen Lage in Neukirchen-Vluyn

Neukirchen-Vluyn kooperiert mit IHK : Austausch zur wirtschaftlichen Lage

Die städtische Wirtschaftsförderung und der Werbering Neukirchen-Vluyn wollen in Kooperation mit der IHK eine Vortragsreihe für Händler und Gastronomen anbieten.

Wie geht es den Neukirchen-Vluyner Unternehmern, den Händlern und Gastronomen? Welche Rückmeldungen werden gespiegelt, wo hakt es, wo kann geholfen werden? Dazu tauschten sich kürzlich der Vorstand des Werberings Neukirchen-Vluyn, Bürgermeister Ralf Köpke und die städtische Wirtschaftsförderung aus. Eindrucksvoll berichteten Gernot Fietze, Jan Christian Schneider und Markus Meyer vom Werbering über die aktuelle Situation insbesondere des Handels und der Gastronomie in Neukirchen-Vluyn. Ulrike Reichelt von der städtischen Wirtschaftsförderung stellte die zahlreichen Aktivitäten der Stadt zur Unterstützung dar, insbesondere auch die Optionen von Gewerbesteuerstundungen und Erlass von Gebühren.

Bürgermeister Ralf Köpke dankte dem Werbering für die Rückmeldungen, die er seit Amtsantritt zur Lage der lokalen Wirtschaft erhalten hatte. Zusätzlich habe er sich bei einigen Unternehmensbesuchen selbst ein Bild machen können.

Hilfen von Land und Bund, so die Rückmeldung an beide, kämen überwiegend spät, die Antragsstellung sei kompliziert. Auch die wechselnden Voraussetzungen für eine Förderung seien nicht transparent, mancher schrecke vor einer Antragstellung zurück aus Angst, Mittel zurückzahlen zu müssen.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass nun verstärkt in die Zukunft geschaut werden muss. Es müssen Strategien und Ideen entwickelt werden, wie sich Gewerbetreibende in Zukunft aufstellen können. Stadt und Werbering wollen sich der Frage widmen, wie man die zurzeit an den großen Online-Versandhandel verlorenen Kundenstamm zurückgewinnen kann, zum Beispiel durch den Ausbau auch des Online-Geschäftes oder einen gemeinsamen lokalen Lieferservice. „Wir müssen etwas anbieten, das in die Zukunft weist“, so Gernot Fietze, erster Vorsitzender desWerbering. „Wir müssen auch überlegen, was nach dem Lockdown passiert, wie wir die Menschen wieder zurück in die Läden und in die Stadt holen.“

Ein positives Fazit zog die Runde jetzt schon zum Engagement vieler Händler und Gastronomen, im „Click and Collect“-Verfahren zu verkaufen oder Essen to go anzubieten. Um noch mehr Unternehmen von dieser Art des Vertriebs und anderen Formen des hybriden Handels zu überzeugen, wollen Werbering und Stadtverwaltung in Kooperation mit der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer eine Vortragsreihe mit Impulsen ins Leben rufen. Die IHK hat sofort die Unterstützung zugesagt. Die möglichen Adressaten sollen zu gegebener Zeit direkt angesprochen werden. Das Ziel aller Beteiligten sei es, dass lokale Gewerbe zu unterstützen sowie die Attraktivität der Stadt zu stärken.