Ausgelassenes Oktoberfest der Vereine im Neukirchener Klingerhuf.

Oktoberfest der Vereine : Wiesn-Zauber und super Gaudi im Klingerhuf

Ausgelassen feierten acht Vereine aus Neukirchen-Vluyn ihr neuntes Oktoberfest. Die Karten waren lange im Vorfeld vergriffen.

Erneut ist das Konzept von acht örtlichen Vereinen aufgegangen. Sie können Oktoberfest. Ausgelassen feierten sie die neunte Ausgabe des beliebten Oktoberfests der Vereine im Sport- und Freizeitpark Klingerhuf. Im Festsaal ging die Post ab. Um Mitternacht endete die Sause.

„Nach München müssen wir nicht reisen“, so die Meinung der Gäste in Anbetracht von zünftiger Tracht mit Lederhosen und schicken Dirndln. Im Festsaal herrschte dichtes Gedränge. Für die „Musi“ mit zünftigem Sound, aktuellen Hits und Wiesn-Schlagern sorgte die Band „Concorde im Alpenrausch“ mit zwei Sängerinnen. Die Bundestagsabgeordnete Kerstin Radomski eröffnete mit dem Fassanstich das Fest und überreichte dem Team um Jörg Thiem, Präsident der Karnevalsgesellschaft Neukirchen-Vlü-Ka-Ge, eine Festtagsbrez‘n.

Lange im Vorfeld war die Veranstaltung ausverkauft. „In nur zwei Tagen waren die Karten weg“, sagt Jörg Thiem. Attraktiv ist der Preis von fünf Euro für das Fest, das nach dem Motto „Freunde stehen zusammen und feiern zusammen“ ausgerichtet wird. Unverändert der Ablauf im Festzelt. „Wir haben keine Ansprachen, kein Programm. Lediglich der Fassanstich mit einer kurzen Begrüßung gehört zu unserem Oktoberfest“, so Thiem weiter. Das Programm machen die Gäste selber, indem sie Freunde treffen, tanzen oder aber die bayrischen Schmankerln genießen. „Weißwurst, Leberkäs, Wurstsalat, Röstbratwurst oder Haxen. Und original Wiesn‘-Bier“, so Festwirtin Birgit Hirschel über das kulinarische Programm. Im Angebot diesmal eine Schwammerl-Pfanne als vegetarisches Gericht. Erstmals dabei der Stand von Schrobbelèr, einem niederländischen Likör, den Sascha Sittinger, zünftig in Tracht, servierte. Dicht umlagert wurde ebenfalls der Stand mit Wiesn‘-Accessoires. Absoluter Hit war der blinkende Blumenkranz, der genau auf die Flechtfrisur der feschen Mädels passte, buchstäblich ein Highlight im Festsaal. Das lokale Oktoberfest kennt kein Alter. Alt und Jung feiern zusammen und genießen blau-weißen Flair. „Nur so kann es gehen, dass wir gemeinsam und im familiären Rahmen feiern. Das stärkt unser Gemeinschaftsgefühl und macht unser Oktoberfest so besonders“, freute sich Jörg Thiem. Überlegungen, das Fest wegen der guten Resonanz auf zwei Tage auszudehnen, gibt schon lange nicht mehr. „Das würde unser Konzept kaputtmachen, gemeinsam zu feiern“, so Thiem.

Vor Jahren entstand bei einer Häufung von Sommerfesten die Idee, einen Termin für die örtlichen Vereine, ihre Mitglieder und Freunde zu finden. Das Oktoberfest ist seither aus dem örtlichen Geschehen nicht mehr wegzudenken. Ohne Palaver, ohne Ausschreitung, einfach gelungen und schön. „Wir leben auf der Insel der Glückseligen und schaffen es jedes Jahr wieder, ein solches Fest vor Ort miteinander zu feiern. Eben weil wir uns kennen“, so die Bilanz von Jürgen Meier vom Vorstand der fusionierten Fußballvereine, dem FC Neukirchen-Vluyn 9/21.

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