Alter Netto-Markt in Rheurdt macht Platz für zwei Wohnhäuser

Rheurdt : Rheurdt: Alter Netto-Markt macht Platz für Wohnhäuser

Ein Unternehmen aus Monheim plant insgesamt 14 Wohneinheiten. Ausschuss für Gemeindeentwicklung berät am Donnerstag.

Genau ein Jahr nach Eröffnung des neuen Netto-Markts an der Bahnstraße in Rheurdt wird das alte Netto-Gelände am Hochend zum politischen Thema. Dass es einer Wohnbebauung dienen könnte, war klar. Jetzt gibt es konkrete Pläne dazu.

Ein Bauantrag für zwei Wohnhäuser unterschiedlicher Größe liegt vor, das größere soll zehn Wohnungen umfassen, das kleinere vier Wohnungen. Bauherr ist die Immobilienverwaltung Niederrhein GmbH aus Monheim, die architektonische Planung liegt in den Händen des Bocholter Büros Heinz Fischer. Die Abrissgenehmigung für die alten Gebäude des Lebensmitteldiscounters liegt bereits seit März vor. Ein Teil des Netto-Geäudes bleibt erhalten, er soll später als Nebengebäude der Wohnhäuser Platz für Garagen, Radstellplätze und Abfallcontainer bieten.

Am Donnerstag wird sich der Rheurdter Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Ökologie mit dem Projekt befassen. Die Gemeinde ist gehalten, ihr Einvernehmen zu dem Projekt zu geben. Einen Bebauungsplan für das Gebiet gibt es nicht, neue Bauvorhaben müssen sich in die Umgebung einpassen. Das ist nach Ansicht der Gemeindeverwaltung der Fall. „Insbesondere die geplanten Gebäudehöhen fügen sich in die Bebauung der Umgebung ein“, heißt es in der Verwaltungsvorlage für die Ausschusssitzung.

Die Planung sei in enger Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung erfolgt, sagte Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen unserer Redaktion. Er geht davon aus, dass die Baugenehmigung noch in diesem Jahr erfolgen kann. Die Gemeinde brauche dringend neuen Wohnraum. „Und das ist eine Ortslage, die nicht uninteressant ist.“ Die Wohnungen in dem kleineren Haus richten sich mit Größen zwischen 82 und 97 Quadratmetern eher an Familien. Im anderen Haus variieren die Wohnungsgrößen zwischen 42,80 und 96,5 Quadratmetern.

Die Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Ökologie beginnt am 26. September um 18 Uhr im Ratssaal.