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Nettetal: Zwölf Unfälle auf schneeglatten Straßen

Nettetal : Zwölf Unfälle auf schneeglatten Straßen

Chaotische Zustände herrschten gestern wegen des starken Schneefalls am frühen Morgen in einigen Stadtteilen. Bereits um 4 Uhr waren 16 Mitarbeiter des Städtischen Bauhofs ausgerückt, um die Straßen vom Schnee zu befreien.

Drei Großfahrzeuge für die Straßen, vier Kleinschlepper (Radwege) und drei Handtrupps räumten die weiße Pracht beiseite. Es wurde eine Sisyphusarbeit. Denn um 7 Uhr, als die dafür vorgesehenen Straßen weitgehend geräumt waren, setzte erneut starker Schneefall ein. "Die Bereitschaft musste erneut ausrücken und dieselben Straßen wieder räumen", berichtete Pressesprecher Arndt Venten. Zu dieser Zeit kamen ein viertes Großfahrzeug und vier weitere Handtrupps hinzu. Letztere räumten vor allem Gehwege und Zebrastreifen frei. Auch viele Bürger waren spätestens gegen 9 Uhr damit beschäftigt, vor ihren Häusern die Wege zu räumen.

Der Schneefall setzte zum ungünstigsten Zeitpunkt ein. Für den Berufsverkehr hatte er Folgen: Zwölf Unfälle zählte die Kreispolizei zwischen 7 und 9 Uhr. Wie ein Sprecher mitteilte, handelte es sich um Blechschäden, niemand wurde verletzt. Der Schaden summierte sich auf 25 000 Euro. Der schwerwiegendste Schaden mit geschätzt 6900 Euro entstand in Hinsbeck-Wevelinghoven, wo ein Autofahrer auf ein stehendes Fahrzeug auffuhr. Im Ortskern Hinsbecks ging zeitweilig auch nichts mehr, weil die Oberstraße gegen 8 Uhr durch kreuz und quer umherstehende Autos am Schulzentrum blockiert war.

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"Seit 3.30 Uhr sind drei Mitarbeiter mit drei Streufahrzeugen im Einsatz", berichtete der Leiter des Kreis-Baubetriebshofs, Jürgen Jeschonowski gegen Mittag. Nach dem ersten Einsatz mussten die Mitarbeiter Schneeräumschilde an den Fahrzeugen anbringen. Auf Anfrage der Polizeileitstelle leisteten sie auf der Hindenburgstraße (L 475) zwischen Süchteln und Dülken Hilfe: Die dortigen Steigungen waren zeitweise unbefahrbar. Insgesamt elf Tonnen Streusalz wurden verteilt.

(lp)