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Nettetal: Zwei Glocken 1947 in Düsseldorf gefunden

Nettetal : Zwei Glocken 1947 in Düsseldorf gefunden

Das Programm für die 65 Mitglieder der Heimatfreunde Leuth steht fest. Die bisherige Lücke in der Karnevalszeit wird möglicherweise mit dem Besuch des Limburgs Museum in Venlo geschlossen.

Steht auch der erste karnevalistische Bühnenabend der Löther Rieser erst am Samstag, 19. Januar, auf dem Terminkalender, so durchwehte bereits jetzt ein Hauch Karneval den Saal Dückers. Zum Schluss der "Leuther Geschichten", zu denen die Heimatfreunde eingeladen hatten, stimmte nämlich Josef Siemes das Lied vom Löther Fasteloavend an, und alle sangen nachher mit: "Wörr send Löther Rieser, wörr lotte de Noas net hänge."

Der Text zu dem Lied stammt von Walter Koss, der einst bei den Löther Riesern aktiv war. Die Melodie dazu hat der Cellist Anton Rütten geschrieben. Leicht karnevalistisch war es zuvor schon in der Runde zugegangen, als Reiner Thiel nach der Melodie "An der Nordseeküste" einen neuen Leuther Schlager vorstellte: "Hier am Netteufer, dem fruchtbaren Land, wohnen fleißige Leuther – das ist wohlbekannt". Alte Niederrhein-Lieder hatte Josef Schouren für die Zusammenkunft ausgegraben, in denen "van de Prummetaat on et Karreraad" die Rede war. Wer allerdings mehr solcher Gesänge hören will, sollte einen der Rieser-Büttenabende besuchen.

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Johannes Wolters hatte als Vorsitzender der Heimatfreunde ins Archiv gegriffen und las aus einer Sonderausgabe von "Pfarre Aktuell" aus dem Jahre 1986 vor. Es handelt sich um zwei Beiträge über den alten Kirchturm und das wechselvolle Schicksal einiger Glocken im 20. Jahrhundert. Zwei fand man nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 im Düsseldorfer Hafen wieder.

"Wie et fröher bej Oma und Opa woar", hat die Kaldenkirchenerin Christine Tillmanns geb. Peters auf Plattdeutsch und auf Hochdeutsch festgehalten. Obwohl sie auch aus Kaldenkirchen kommt, las Christel Nelihsen lieber die hochdeutsche Fassung. Schließlich wusste Christian Litjens von einem "Böse-Buben-Streich" beim Bauern Dellen auf dem Hampoel (Dellerweg) mit dem Ergebnis: "Wir haben Prügel bekommen, aber er hat auch keinen Kaffee auf dem Feld bekommen."

Zu Beginn waren schnell die Jahresberichte erstattet worden. Wolters sprach von einem "sehr erfolgreichen Jahr" der Heimatfreunde mit vielen Vorträgen und Fahrten für die 65 Mitglieder. Der Plan für 2013 wurde gebilligt; geprüft wird noch, ob im Februar eventuell das Limburgs Museum in Venlo besucht wird, da wegen Karneval bisher keine Veranstaltung vorgesehen ist.

Die Studienfahrt, die Siegfried Maaßen vorbereitet, führt vom 27. April bis 1. Mai in den Schwarzwald. Von Oberharmersbach aus werden verschiedene Ziele angefahren. Besuche bei den "Geburtstagskindern" ab 85 Jahren werden weiterhin gemacht, doch fallen die bisherigen Krankenhausbesuche von Mitgliedern generell weg, weil "wir oft nicht erfahren, ob einer dort liegt", wie Maaßen bedauernd feststellte. Weil die Kasse ein gutes Polster hat, soll nach dem Vorschlag von Christel Nelihsen eine Leinwand angeschafft werden, damit Filme und Bilder bei Vorträgen besser wirken.

(mme)