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Nettetal: Zwei Frauen bringen die Stadt voran

Nettetal : Zwei Frauen bringen die Stadt voran

Frauke Köppen leitet im Rathaus die Bauaufsicht, und Sabine Monz verkauft künftig die guten Seiten Nettetals.

Ein wenig als "Hahn im Korb" durfte sich gestern Bürgermeister Christian Wagner fühlen. Flankiert von der Technischen Beigeordneten Susanne Fritzsche und Pressesprecherin Monika Ioannidis stellte er zwei neue Mitarbeiterinnen in der Stadtverwaltung vor: Frauke Köppen (53) leitet seit dem 1. April die Bauaufsicht. Ebenfalls seit April verstärkt Sabine Monz (41) mit der Aufgabe des Stadtmarketings den Zentralbereich Wirtschaft und Marketing im Rathaus.

Im vergangenen Jahr beschloss der Rat das Stadtentwicklungskonzept, auf dessen Umsetzung mancher Bürger bereits ungeduldig wartet. Abgesehen davon, dass größere Maßnahmen schlicht einen zeitlichen Vorlauf haben, ist damit auch eine veränderte strategische Ausrichtung verbunden. Dafür stehen nach den Worten des Bürgermeisters unter anderen die beiden Frauen. Grundsätzlich sollen sie das Image der Stadt nach außen hin fördern, wenn auch auf unterschiedliche Weise und in verschiedenen Fachbereichen.

Frauke Köppen ist Duisburgerin, sie hat Architektur in Düsseldorf studiert, arbeitete zunächst in privaten Büros, dann bei der Bauaufsicht der Stadt Düsseldorf. Sie wechselte in die technische Leitung der Krankenhäuser Maria Hilf und Alexianer nach Krefeld und war bei der Stadt Krefeld zuletzt zuständig für die Instandhaltung und den Brandschutz der Schulgebäude.

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Ihre Erfahrung auf unterschiedlichen Gebieten war mitentscheidend dafür, dass sie nur für die Stadt Nettetal arbeitet. Sie versteht sich als Partnerin aller, die mit der Bauaufsicht in Berührung kommen und kennt aus der beruflichen Praxis den Blickwinkel der Bauherrin. Aber sie müsse auch rechtliche Vorschriften einhalten und durchsetzen. "Was einer für sein gutes Recht hält, ist für andere oft ein Verbot", stellte sie fest. Diese Balance will sie halten und sich auf städtebauliche Aufgaben konzentrieren.

Wenn eine Bauaufsicht keine abschreckende Wirkung entfalten soll, dann gilt das noch mehr für die Aufgabe, die Stadt nach innen und außen zu vermarkten. Die Rheinland-Pfälzerin Sabine Monz hat in Köln und Bonn Wirtschaftsgeografie und Stadtentwicklung studiert. Nach ihrem Volontariat wechselte sie zum Citymarketing Köln, einem politisch unabhängigen Netzwerk der Kölner Privatwirtschaft. Ihre umfassenden Erfahrungen aus der Praxis, Köln positiv als Einkaufs-, Freizeit- und Tourismusstadt zu verkaufen, will sie in Nettetal umsetzen.

Wagner unterstrich, was Sabine Monz bereits im Hauptausschuss unlängst vorbrachte. Es gibt in jedem Stadtgebiet unterschiedliche Wohnbauflächen, die nicht nur den Bedarf Nettetaler Bürger decken, sondern auch von außerhalb Menschen anziehen sollen. Parallel zu Sabine Monz soll das Unternehmen Jung Stadtkonzepte aus Köln in einem zeitlich begrenzten Rahmen für Nettetal tätig werden. "Wir wollen die Wohngebietsentwicklung im Sinne einzelner Stadtteile einpassen und vorhandenes Gefüge nicht zerstören", unterstrich Wagner.

Mit dem eingeschlagenen Kurs versucht Nettetal, die negativen Folgen des demografischen Wandels abzufangen. Die Wirtschaftsförderung und das Stadtmarketing müssen mit einer klugen und stimmigen Strategie Unternehmen und Bürger von außen holen. Man müsse sie davon überzeugen, dass Nettetal nicht nur ein schöner Erholungsraum, sondern attraktiv als Wohn- und Wirtschaftsstandort ist.

(RP)