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Nettetal: Zu teuer? Neues Trauzimmer in der Kritik

Nettetal : Zu teuer? Neues Trauzimmer in der Kritik

Die SPD hält die Ausgaben von 25.000 Euro für Sanierung und Einrichtung für zu hoch

Die Stadt Nettetal hat ihr Trauzimmer aufgehübscht - für 25.000 Euro. "Die Kosten für das neue Inventar und die Aufpolsterung der antiken Sitzmöbel beliefen sich auf rund 15.000 Euro", so Stadt-Sprecher Jan van der Velden. Die Summe stand im Etat. Die Stadt hat den eigenen Nettebetrieb beauftragt, Renovierungsarbeiten zu erledigen und eine Fensterdekoration mit eingebautem Sonnenschutz zu installieren. Das ist mit 10.000 Euro verbucht.

"Ganz schön viel Geld für so ein kleines Zimmer", sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Renate Dyck. Nach ihrer Einschätzung sind bereits 15.000 Euro viel Geld. Zumal die Möbel teilweise bereits vorhanden waren und - wie etwa das Rokoko-Sofa - aufgearbeitet wurden. Dazu kämen noch die Aufwendnungen des Nettebetriebs. Auch die müssten laut Dyck berücksichtigt werden: "Egal, aus welchem Topf das Geld kommt: Es belastet den städtischen Etat."

Im Jahr 1999 war das Trauzimmer im neuen Rathaus eingerichtet worden, etwa mit Mobiliar, das als Leihgabe vom Bongartzstift kam. Ute Marquardt-Schneiders und ihr Fachbereich hatten sich für eine komplette Neugestaltung ausgesprochen, nachdem Wände gestrichen und ein neuer Teppich verlegt werden sollte. Laut Verwaltung wurde "mit dem Trauzimmer ein echter Hingucker geschaffen".

(busch-)