Nettetal: Wirbel um Schlaglöcher am Bahnhof Kaldenkirchen

Nettetal: Wirbel um Schlaglöcher am Bahnhof Kaldenkirchen

Ein Münsteraner beklagte sich bei Verwaltung und Parteien über den Zustand des Bahnhofsvorplatzes

In einem Offenen Brief an die Stadtverwaltung Nettetal und die politischen Fraktionen im Stadtrat hat Grünen-Politiker Stephan Orth aus Münster große Schlaglöcher am Bahnhofsvorplatz in Kaldenkirchen bemängelt. Er habe am Wochenende Freunde und Familie in Kaldenkirchen besucht und sei von den Schäden am Bahnhofsvorplatz schockiert gewesen. Die Schlaglöcher seien nicht mehr mit normalen Straßenschäden zu vergleichen, stellten ein Gefahrenrisiko dar. "Diese Schäden werden, so lange ich mich erinnere, immer nur provisorisch gelöst", beklagte Orth die Situation in seinem Offenen Brief. Dabei sei gerade der Zustand der Bahnhöfe für die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs entscheidend.

Erst im Dezember 2017 gab es Probleme am Bahnhof, da die Unterführung zu den Gleisen mit Wasser zugelaufen war. Die Pumpen waren ausgefallen. Weiterhin sind weder Aufzüge noch Rolltreppen vorhanden. Für die Gleise sowie die Unterführung ist die Deutsche Bahn zuständig. Bereits seit letztem Jahr gibt es Pläne zur Modernisierung des Bahnhofs bis 2023.

Stadtsprecher Jan van der Velden erklärte, dass das Problem bekannt sei. Es gebe jedoch rechtliche Probleme, da die Straße in Privatbesitz sei. "Wir sind bereits im Gespräch mit dem Eigentümer", betonte van der Velden. Die Stadt sehe Handlungsbedarf, da die öffentlichen Verkehrsmittel ebenfalls die Haltestelle am Bahnhofsvorplatz ansteuern. Wegen der niedrigen Temperaturen sei es aber noch nicht möglich, mit Reparaturen zu beginnen.

Das Bahnhofsgebäude sowie der Bahnhofsvorplatz sind im Besitz der niederländischen Cabootergroup. Im Februar 2016 eröffneten Jeroem Cabooter, Michael Thiesen und Johann Wipkink dort den Tanzclub BK1. Seit September 2017 steht das Gebäude allerdings wieder zum Verkauf. Interessenten gebe es, sagt Makler Carl Piepers, doch noch "ist das Umfeld nicht ganz klar". So habe etwa die Deutsche Bahn noch Rechte an Parkplätzen und anderen Flächen, die sie behalten wolle.

(rdo)