Nettetal: WIN will schnelles Internet für alle städtischen Gebäude

Nettetal: WIN will schnelles Internet für alle städtischen Gebäude

Die Fraktion stellt einen Dringlichkeitsantrag, damit die Stadt vom Angebot der Deutschen Glasfaser profitiert

Glasfaserkabel bis zum Haus - das wünscht sich die Fraktion der Wählergemeinschaft "Wir in Nettetal" (WIN) für alle Bürger. Damit das möglich wird, wollen die Mitglieder dafür sorgen, dass sich die Stadt Nettetal an der Nachfragebündelung der Deutschen Glasfaser (DG) beteiligt. Denn entscheiden sich mindestens 40 Prozent der Anwohner für die DG, verlegt das Unternehmen ohne zusätzliche Kosten für die Nutzer Glasfaserkabel und liefert damit schnelles Internet. "Keiner hat Nachteile", sagt WIN-Politiker Bruno Schmitz.

Die Fraktion will jetzt noch zuschlagen, bevor die Frist der DG am 1. März abläuft. "Wir hoffen, dass es noch nicht zu spät ist", sagt Schmitz. Darum hat die Fraktion einen Dringlichkeitsantrag gestellt. Sie möchte erreichen, dass er in der Ratssitzung am 15. Februar oder in der nächsten Sitzung des Betriebsausschusses am 20. Februar besprochen wird.

Konkret geht es darum, dass planerisch alle städtischen Gebäude mit Glaserfaserkabeln ausgestattet werden sollen, darunter beispielsweise Kindertagesstätten und Feuerwehren. So, hofft die Fraktion, treibe man die Quote nach oben, die sich die DB gesetzt hat, um in einem Gebiet überhaupt tätig zu werden.

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"Die Technik schreitet voran, alles wird immer schneller", sagt Schmitz. "Das muss auch irgendwie transportiert werden. Sonst setzt man auf ein Rennpferd, hat aber letztlich nur einen Esel, die Kupferkabel." Die Telekom habe zwar auch bereits Glasfaserkabel verlegt, aber nur bis zu den Verteilerkästen. "Zu den Häusern fließt das Internet durch Kupferkabel und damit nur mit maximal 100 Mbit/s." Bei Glasfaserkabel sei dagegen die zehnfache Geschwindigkeit möglich.

Schmitz, der in Breyell wohnt, hat bei der DB für seinen Ortsteil unterschrieben. "Der 24-monatige Vertrag ist erst gültig, wenn die 40 Prozent erreicht werden", sagt er. Selbst dann könne er ihn noch widerrufen. In seinem Ortsteil liegt der aktuelle Stand der Nachfragebündelung gerade erst bei sieben Prozent. Schmitz ist optimistisch: "Ich würde nicht verstehen, warum der Antrag nicht genehmigt werden sollte."

(emy)