Wieder Zirkusluft an Maria Helferin

Leuth : Wieder Zirkusluft an Maria Helferin

Eine Woche lang proben die Bewohner der Behinderteneinrichtung für die Galavorstellung am Samstag, 24. August.

Es ist wieder einmal so weit: Am Sonntag bauten die Männer der Kaisergarde der St.-Lambertus-Bruderschaft Leuth und der Feuerwehr das Zelt des Zirkus Jonny Caselly Junior auf dem Gelände von Maria Helferin auf, am Montag überprüft die Bauaufsicht der Stadt, ob auch alles stabil ist – dann beginnen auch schon knapp 50 Bewohner der Behinderteneinrichtung des Deutschen Ordens mit der Einstudierung zahlreicher Kunststücke.

Jonglage, Zaubertricks, Akrobatik am Boden und auf dem Trapez sind nur einige davon. „Sie freuen sich jetzt schon riesig auf diese Woche“, berichtet Martina Wiesdorf. „Sie ist immer ein Highlight für sie.“

Für die Leiterin und das Team der Einrichtung, deren Schützlinge nicht nur in dem alten Schul- und Krankenhausgebäude am einstigen B7-Grenzübergang Schwanenhaus leben, sondern auch in drei „Außenwohnungen“ in Kaldenkirchen und Lobberich, ist das Zirkusprojekt immer mit großem Aufwand verbunden, doch „machen wir das gerne, wenn wir später die Freude der Artisten auf Zeit sehen: Das Projekt fördert Inklusion und Teilhabe am Leben und stärkt die Zuversicht in eigene Talente“, sagt Wiesdorf.

Denn jeden Morgen kommen auch 18 Kinder aus Leuth, die neben den Profi-Artisten mit den behinderten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen üben werden. Sie frühstücken mit ihnen gemeinsam und sitzen mit ihnen am Mittagstisch, ehe sie nachmittags wieder von den Eltern abgeholt werden. Für die Küche ist die Woche eine Herausforderung, denn sie muss die doppelte Anzahl an Essen produzieren. Hilfe kommt von vielen Seiten. Auch Hildegard Kieselbach, seit einigen Monaten in Rente, macht als „gute Seele“ der Kultur-AG weiter mit und ist hocherfreut über die gute Beteiligung aus ihrem Heimatort Leuth.

2018 musste die Zirkuswoche ausfallen, „weil wir nicht genug Geld hatten“, erläutert Kieselbach. Rund 15.000 Euro kostet das Projekt; die Summe wird um rund 5000 Euro durch den tätigen Einsatz von Schützen und Feuerwehr reduziert. „Wir erhalten erfreulicherweise viele Spenden, vor allem vom Kaldenkirchener Rewe-Markt und zuletzt vom Nettetaler Lions-Club, sodass die Finanzierung gesichert ist“, sagt sie.

Zur Galavorstellung am Samstag, 24. August, um 15.30 Uhr, Schwanenhaus 66, hofft das Haus auch auf viel Besuch. Der Eintritt für Erwachsene kostet drei Euro, Kinder zahlen 1,50 Euro.

In der Pause des zweieinhalbstündigen Programms sorgt die Küche für Essen und Getränke.

(mm)