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Nettetal: Weniger Pakete für Bedürftige

Nettetal : Weniger Pakete für Bedürftige

Zum vierten Mal hat sich die Nettetaler Tafel in diesem Jahr an einer Weihnachtspäckchen-Aktion beteiligt. Mit 300 Paketen wurden diesmal allerdings deutlich weniger abgegeben als in den Vorjahren.

Die Enttäuschung war Hermann Hecker, Vorsitzender der Nettetaler Tafel, anzumerken. Bei der diesjährigen Weihnachtspaket-Aktion der Tafel wurde längst nicht die Anzahl an Päckchen erreicht wie in den Vorjahren. "Es waren zwar rund 300 Pakete, die wir in den drei Stationen Breyell, Kaldenkirchen und Lobberich bekommen haben, aber das sind dennoch für die vielen hilfsbedürftigen Menschen, die in Nettetal leben, zu wenig", sagt Hecker.

Dabei wurden im Kaldenkirchener Convent allein 200 Pakete abgegeben, "allerdings war die Abgabe in Breyell enttäuschend", so der Vorsitzende, der mit seinen ehrenamtlichen Helfern schon seit mehr als acht Jahren bedürftige Menschen mit Lebensmitteln versorgt. An der Weihnachtspaket-Aktion, die von den Lokalzeiten des Westdeutschen Rundfunks gemeinsam mit den Tafeln ins Leben gerufen wurde, hat sich die Nettetaler Tafel in diesem Jahr bereits zum vierten Mal beteiligt.

"Aktion kommt nicht an"

Seitdem sich der WDR allerdings zurückgezogen habe und keine Spots mehr zwischen seinen Sendungen schalte, komme die Aktion – trotz Aufrufen in der lokalen Presse – bei den Menschen nicht mehr an. "Das ist sehr schade, selbst die Plakate, die von den Kindern jährlich gemalt werden, finden keine Beachtung mehr", so Herman Hecker enttäuscht.

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Wie großzügig die Kaldenkirchener Bevölkerung ihre Weihnachts-Päckchen spendet, war am Dienstagabend zu sehen. Mehr als 200 weihnachtlich dekorierte Pakete wurden im Convent abgegeben, die dreijährige Charlotte kam mit ihrer Mutter Alexandra Schroers und gab ihr liebevoll gepacktes Päckchen selbst ab. "Für die armen Kinder" sagte sie. Gemeinsam mit ihrer Mutter hatte sie die Lebensmittel eingekauft und anschließend in einem mit Weihnachtspapier geschmückten Karton eingepackt.

Der fünfjährige Jonas lag zwar mit Fieber zu Hause im Bett, doch seine Mutter brachte sein Päckchen für ihn zum Convent: Neben Lebensmitteln hatte Jonas mit seinem Bruder Elias seine Spielzeugkiste ausgeräumt und Autos, Plüschtiere und Spiele für die Kinder eingepackt, denen das Christkind nicht so viele Geschenke bringt. Noch vor dem Heiligen Abend werden die Pakete nun an die bedürftigen Menschen verteilt, damit auch sie ein Geschenk unter dem Tannenbaum vorfinden. FRAGE DES TAGES

(RP)