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Weihnachtsmarkt in Lobberich und Lichterfest in Kaldenkirchen waren gut besucht

Vorweihnachtszeit : Weihnachtsmärkte in zwei Orten

Sowohl das Lichterfest in Kaldenkirchen als auch der Adventsmarkt in Lobberich luden ein zum Bummeln, zur Suche nach Weihnachtspräsenten wie Handarbeiten und Basteleien sowie zum Essen.

Es leuchtet und glitzert überall. Nur der Schnee fehlt noch beim Lichterfest in Kaldenkirchen. Trotz des eher grauen und regnerischen Wetters schauen viele Menschen im Zentrum von Kaldenkirchen vorbei und kaufen Weihnachtsgeschenke oder genießen einen warmen Glühwein. Organisiert wird das Fest vom Werbering „ Kaldenkirchen Aktiv“. Das ganze Wochenende lang gibt es Live Acts, wie Dos Hombres oder die Band  Oki sowie weihnachtliche Getränke und Speisen.

Am Samstagabend erstrahlt auch die katholische Pfarrkirche St. Clemens in einem besonderen Licht. Die Mitglieder der jungen Kirche öffnen die Türen für die Installation Lichtlinie um die Adventszeit besinnlich zu genießen. An den Ständen gibt es allerlei Selbstgemachtes und Handwerkliches zu sehen. Marion und Nadine Cuypers, Mutter und Tochter, verkaufen im zweiten Jahr ihre selbstgenähten Mützen, Taschen und Etuis. „In Kaldenkirchen ist es immer toll“, sagt Cuypers. Das Mutter-Tochter-Duo nennt sich „MaNa“ und hat in diesem Jahr mehr als 2000 Teile per Hand genäht.

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Für Roland Becker aus Schaag ist dagegen Holz das Element seiner Wahl. Er verarbeitet massives Holz und gibt ihm einen neuen Nutzen, beispielsweise als Teelichthalter oder Regal, ohne dabei die Natürlichkeit zu zerstören. Vor allem die Glühweinbuden sind bei dem stürmischen Wetter gut besucht. Für Astrid Moors ist es schon „Tradition geworden, auf dem Lichterfest vorbeizuschauen“. Auch ihre Kinder Paul (6) und Leo (3) sind gerne dabei. „Die Atmosphäre beim Lichterfest war sehr schön“, sagt Claudia Willers vom veranstaltenden Werbering. Wegen des nassen Wetters seien besonders die Stände mit Speisen und Getränken gefragt gewesen. Auch das Weihnachtszelt sei sehr gut angenommen worden.

 Das Lobbericher Zentrum zeigte sich beim dreitägigen Weihnachtsmarkt festlich geschmückt. 
Das Lobbericher Zentrum zeigte sich beim dreitägigen Weihnachtsmarkt festlich geschmückt.  Foto: Knappe, Jörg (jkn)

Mit fröhlichen Advents- und Weihnachtsliedern, die der Musikverein Cäcilia Hinsbeck spielte, begrüßte der Lobbericher Adventsmarkt alle Besucher schon von weitem. Und obwohl es immer mal wieder regnete, war der Markt gut besucht. Das aus 30 Häuschen bestehende, mit zahlreichen kleinen Tannenbäumen sowie rund 1500 LED-Lichtern dekorierte Adventsdorf bot eine anheimelnde Stimmung, dort konnten sich die alle Besucher wohlfühlen. „Das Rund der Häuschen bietet eine tolle Atmosphäre“, sagt Gerda Willemsen aus Düren, „und dazu ein abwechslungsreiches Angebot. So liebe ich es.“ Angesichts des angekündigten Regens hatte man auch einige größere Zelte aufgestellt, in denen sich die Besucher unterstellen oder auch Speisen und Getränke zu sich nehmen konnten. Zur Mittagszeit waren Waffeln, Crêpes und Kuchen der Renner, am Abend konnte man sich bei kräftigen Speisen wie Grünkohl oder Reibekuchen. Spanferkel wurde ganz exquisit gegrillt vom Wild-West-BBQ-Team aus Nettetal, das 2018 Deutsche Grillmeistermeister der Amateurklasse wurde.

„Dank einiger Erfahrung war der Aufbau des Dorfes in diesem Jahr kein Problem“, sagt Werner Backer vom VVV Lobberich zufrieden. Gemeinsam mit dem Lobbericher Werbering hatte der Verkehrs- und Verschönerungsverein den Adventsmarkt organisiert. Besonders erfreulich war, dass sich auch einige Jüngere zum Aufbau eingefunden hatten. Neben auswärtigen Ausstellern zeigten sich in den Häuschen zahlreiche Vertreter von Vereinen, Kitas und Schulen: Sie boten neben Speisen und Getränken auch Selbstgebasteltes an. Beim Stand der Nettetaler Flüchtlingshilfe präsentierte Hayfa Kassas mit ihren Mitarbeitern Gebäck aus allen Ländern, aus denen Nettetaler Flüchtlinge stammen. Neben irakischen gab es mongolisches, afghanisches und syrisches Backwerk. „Die sind alle empfehlenswert und handgemacht“, sagt Kassas lachend.

Ein Anziehungspunkt war das nostalgische Karussell, das während der drei Tage nicht stillstand. Und um die Kleinsten kümmerte sich ein stattlicher Nikolaus, der aus seinem Rucksack kleine Gaben herausholte und an den Nachwuchs verteilte.

Neben dem Adventsmarkt hatten die Einzelhändler ihre Ladentüren geöffnet. Einbezogen in den Adventsmarkt war ebenfalls die Alte Kirche: dort konnten die Besucher bei besinnlicher Musik und Kaffee einen ruhigen Rückzugsort finden. Und die lebende Krippe davor war einmal mehr ein Anziehungspunkt für die Kinder.