Nettetal: Wasserspiele statt Brunnen

Nettetal: Wasserspiele statt Brunnen

Weil die Sanierung des Brunnens vor dem Kino in Lobberich zu teuer wäre, soll er abgerissen werden. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein sucht jetzt nach Sponsoren für einen Ersatz.

Der "Brunnen vor dem Kino" hat die Mitgliederversammlung des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) Lobberich beschäftigt. Vorsitzender Christian Weisbrich berichtete, der Brunnen sei nicht mehr zu reparieren. Die Sanierungskosten betrügen mindestens 80 000 Euro. Dies könne und wolle die Stadt nicht finanzieren. Deshalb werde der vor 20 Jahren gebaute Brunnen demontiert.

Die Fläche soll im Rahmen der Neugestaltung der Fußgängerzone von-Bocholtz-Straße neu gepflastert werden. "Es wird vor dem Kino eine multifunktionelle Veranstaltungsfläche geschaffen", sagte Weisbrich. Diese könne mit Wasserspielen für Passanten — insbesondere Kinder — gestaltet werden. Der VVV habe die Kosten mit 42 000 Euro ermittelt. Das Areal könne bei Bedarf auch als Markt- und Kirmesfläche genutzt werden. Die Wasserspiele könnten dann abgestellt werden. Der Vorstand des VVV wolle sich für die Wasserspiele einsetzen und Sponsoren suchen.

Entscheidung sofort

Aus der Versammlung gab es zudem Hinweise darauf, dass das Kinogebäude verkauft und das 50 Jahre alte Postgebäude eine neue Nutzung erhalten werde. Aus der Versammlung wurde die Frage gestellt, ob dies abgewartet werden solle. Dazu Weisbrich: "Kino und Post beeinträchtigen die Planung nicht." Wenn dort Wasserspiele geschaffen werden sollten, müsse sofort entschieden werden, da die Stadt im Frühjahr mit der Neugestaltung der von-Bocholtz-Straße beginnt.

  • Übergabe : VVV schenkt Holzeisenbahn

Einstimmig beauftragte die Mitgliederversammlung den Vorstand daraufhin, Sponsoren für die Wasserspiele zu suchen. Die Wasserspiele sollen für den VVV kostenneutral sein. Sie sollen nach Fertigstellung der Stadt übertragen werden.

Thema der Mitgliederversammlung war zudem der Ingenhovenpark. "Vor zehn Jahren entwickelten wir, der VVV, die Vision einer neu gestalteten Innenstadt. Inzwischen ist die Verbindung zwischen Alt und Neu gelungen", sagte Weisbrich. Allerdings regten viele Bürger eine bessere Anbindung des Ingenhovenparks an. "Er sollte heller und besser einsehbar sein", gab der Vorsitzende die Wünsche der Bürger wieder. Vorgeschlagen werde die Entfernung von Gestrüpp und Unterholz sowie das Entfernen der Mauer, die derzeit Untere Hochstraße und Park trennt.

"Der Ingenhovenpark ist die grüne gute Stube Lobberichs, er soll transparenter werden", sagte Weisbrich. Intensiv diskutierte die Versammlung. Angeregt wurden eine hell beleuchtete Hauptdurchgangszone zwischen Burg- und Hochstraße sowie dunklere Nebenwege, weil es auch Menschen gibt, "die mal im Dunkeln schmunkeln wollen", so Weisbrich. Schließlich wurde der Vorstand beauftragt, entsprechende Pläne mit der Stadt Nettetal zu entwickeln.

(RP)
Mehr von RP ONLINE