Nettetal: Vorauswahl für Werner-Jaeger-Preis ist getroffen

Nettetal : Vorauswahl für Werner-Jaeger-Preis ist getroffen

Das Kuratorium hat an zwei Tagen auf Schloss Krickenbeck annähernd 20 Einsendungen gesichtet. Die Preis wird Ende September verliehen. Dann findet auch ein fachliches Symposium statt.

Die Verleihung des Werner-Jaeger-Preises zieht immer größere Kreise - vor allem in der wissenschaftlichen Fachwelt. Bei einem ersten Treffen des Kuratoriums für den Preis herrschte große Freude über das Interesse, das der Auszeichnung vor allem unter jungen Wissenschaftlern im Fach Altphilologie entgegengebracht wird. Im September soll der Preis verliehen werden.

Rund 20 Bewerbungen sind eingegangen, die an zwei Tagen auf Schloss Krickenbeck gesichtet wurden. Eine engere Auswahl ist getroffen worden. Bis Mitte Juli soll nun eine Entscheidung fallen, teilte als Sprecher des Kuratoriums der Düsseldorfer Professor Dr. Hans-Ulrich Baumgarten mit. Dann soll auch der "verdiente Wissenschaftler" feststehen, dem der zweigeteilte Preis am 27. September in der Werner-Jaeger-Halle überreicht wird.

Der Preis, der an das Wirken des aus Lobberich stammenden Altphilologen Werner Jaeger (1888 bis 1961) erinnern soll, wird vom Deutschen Altphilologenverband, der Gesellschaft für antike Philosophie und dem Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Lobberich getragen.

Die Preisverleihung wird umrahmt vom "1. Werner-Jaeger-Symposion zur Philosophie und Literatur der Antike" vom 26. bis 28. September auf Schloss Krickenbeck. Acht namhafte Wissenschaftler aus dem In- und Ausland sprechen zur "Philosophie der Bildung - Antike und moderne Modelle". Programmflyer liegen in den örtlichen Buchhandlungen und in der Stadtbücherei aus. Sie werden außerdem der Zeitschrift "Forum classicum" (8000 Exemplare) beigelegt. Anmeldungen zu der Tagung sind jetzt möglich. Weitere Informationen sind im Internet unter www.werner-jaeger.de zu finden.

Ausdrücklich mit Werner Jaeger, der in Basel, Berlin, Chicago und Harvard lehrte, befasst sich Prof. Dr. Hellmut Flashar (München). Der Nestor der deutschen Altphilologen beleuchtet in seinem Vortrag "Werner Jaeger und das Problem der Bildung" am Freitag, 26. September, um 19 Uhr auf Schloss Krickenbeck. Prof. Dr. Stefan Kipf (Berlin) spricht über "Paideia und die Folgen - Die Bedeutung des Dritten Humanismus für den altsprachlichen Unterricht nach 1945". Den Vortrag hält er am Samstag, 27. September, um 19 Uhr in der Werner-Jaeger-Halle bei der Preisverleihung.

Auf diese interessanten Vorträge will der VVV noch einmal aufmerksam machen. "Uns ist wichtig, dass Preisverleihung und Tagung von vielen Menschen besucht werden. Wir wollen die Brücke bauen zwischen Nettetal und Werner Jaegers Lebenswelt", sagt Dr. Marcus Optendrenk MdL, von dem die Initiative zu diesem Preis ausging.

(RP)
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