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Nettetal: Vision von einer neuen Sportstruktur

Nettetal : Vision von einer neuen Sportstruktur

Der Weg hinzu einem professionalisierten Stadtsportverband werde den Sport in der Stadt stärken, meint dessen Vorsitzender Willi Wittmann. Seine Aufgabe wird es nun sein, die Vorstandsmitglieder, die Fachschaftsvertreter und schließlich die Vereine und deren Mitglieder vom neuen Kurs zu überzeugen. Wittmann hat die Blessuren nicht vergessen, die der SSV-Vorstand im vergangenen Winter davontrug, als er das Förderkonzept mit dem Maßnahmeplan durch dien Gremien brachte. Das eine Million Euro starke Investitionspaket wird die teilnehmenden Vereine noch lange belasten. Sie müssen den Förderbetrag selbst noch einmal aufbringen, um neue Kunstrasenplätze – um die handelt es sich weitgehend – zu bezahlen.

Nächste Stufe

Jetzt folgt die nächste Stufe des Plans, den Erster Beigeordneter Armin Schönfelder und Kämmerer Norbert Müller vorbereitet haben. Die Stadt delegiert ureigene Aufgaben auf den SSV, der seine Satzung überarbeiten muss und einen Vertreter der Stadt im Führungsgremium installieren muss. Schon heute verantwortet der SSV beispielsweise die Hallenbelegungspläne, es ist also nicht alles Neuland. Aber das von Wittmann visionär vertretene "Fachzentrum des Sports" wird wesentlich mehr leisten müssen.

So ganz ließ er sich daher auch nicht festlegen. Man habe die Pläne der Stadt erst einmal zur Kenntnis genommen, sagte er. In den kommenden Wochen wird es erneut intensiv und vermutlich sehr kontroverse Beratungen geben. Angetrieben fühlt sich Wittmann dadurch, dass die Vereine zurzeit einen wahren Boom erleben. Obwohl die Zahl der Kinder in der Stadt rapide sinkt, strömen die Kinder geradezu in die Vereine. Die haben damit einen wachsenden Betreuungsaufwand – und zunehmend Platzprobleme.

(RP)