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Nettetal: Viele Spenden: Es wird eng in der Kleiderkammer Lobberich

Nettetal : Viele Spenden: Es wird eng in der Kleiderkammer Lobberich

Die Kleiderkammer in Lobberich stößt an ihre Grenzen. "Wenn ich morgens um 7 Uhr komme, stehen schon zehn Menschen vor der Türe", sagt Inge Inkmann, die vor mehr als 20 Jahren gemeinsam mit Ursula Plönes die Kleiderkammer der Pfarrcaritas aufbaute. Das Spendenaufkommen an Textilien sei nach der Flüchtlingswelle in Nettetal riesig.

Aber: "Auch bei uns ist der Platz begrenzt, wir haben keine Lagerkapazitäten mehr", sagt sie. Gemeinsam mit 13 weiteren Männern und Frauen bewältigt sie die große Kleiderspende. Dazu gehört auch die 92-jährige Ruth Hölters. Sie sortiert und bestückt die einzelnen Ständer und Regale mit Kleidungsstücken. Auch Maria Fretz war von Beginn an in der Kleiderkammer tätig, "alles für Gottes Lohn" sagt sie schmunzelnd. "Mittwochs war immer unser sozialer Tag", sagt sie, denn auch ihr Ehemann war lange Zeit ehrenamtlich in der Kleiderkammer engagiert. Vor zwei Jahren zog die Kleiderkammer von der von-Bocholtz-Straße zur Niedieckstrasse um. Heinz Clemens trägt Koffer mit Kleidungsstücken in den hinteren Raum, wo schon vollgepackte Säcke, Kartons und Trageboxen auf ihre Leerung warten. "Das ist alles in der vergangenen Stunde gebracht worden", sagt er und zeigt auf den kleinen Hof, in dem schon Säcke lagern, die zum Malteser Hilfsdienst gebracht werden. "Dreißig Prozent der gespendeten Kleidungstücke gehen dort hin und wandern in den Schredder", so Heinz Clemens und zeigt verdreckte Unterwäsche und andere Kleidung sowie Schuhe, deren Nähte aufgerissen sind oder wo der Absatz fehlt.

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"Wir sind Stunden mit dem Aussortieren der Textilien beschäftigt, es ist nicht vorstellbar, was die Leute zur Kleiderkammer bringen" ärgert er sich. Dankbar sind die fleißigen Helferinnen und Helfer für vorsortierte Kleidung. Besonders, kleinere Herrenkleidungsgrößen in S und M, Handtücher, Bettwäsche und Unterwäsche sowie Turnschuhe werden zurzeit dringend benötigt. Die Kleiderkammer bittet jedoch um Verständnis, höchstens zwei Säcke Kleidung zu bringen.

Immer mittwochs hat die Kleiderkammer, Niedieckstraße 12, von 8 Uhr bis 11.30 Uhr ihre Türe geöffnet.

(ivb)