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Nettetal: Viel Venete – aber nicht nur

Nettetal : Viel Venete – aber nicht nur

Um die Flächen des Gewerbeparks Venete professionell vermarkten zu können, soll eine Gesellschaft gegründet werden. Das Wirtschaftsförderungskonzept soll sich aber nicht nur um Venete drehen.

Eine Schlüsselfunktion soll der Gewerbepark Venete in Kaldenkirchen haben, ein Akzent soll er sein im Konzert der Städte in der Region. Das unterstrich Nettetals Bürgermeister Christian Wagner während der jüngsten Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschusses. Viel Arbeit liegt noch vor der Stadt, schließlich müssen die Flächen erst noch vermarktet werden. Dazu soll nun eine selbstständige Vermarktungsgesellschaft gegründet werden, "die an ihren Erfolgen gemessen werden wird", sagte Wagner.

Einbezogen werden soll das Wissen aus den Stadtwerken und der städtischen Baugesellschaft, zudem wird es begleitend einen Venete-Beirat geben, der mit Persönlichkeiten aus Nettetal und der Region Venlo besetzt sein soll. Im Fokus der Vermarktung stehen — das zeichnete sich schon länger ab — Unternehmen aus dem Bereich "Agro-Business". Dazu gehören etwa die Nahrungs- und Futtermittelindustrie, Bildung, Forschung und Dienstleistungen sowie verwandte Bereiche — schließlich will man niemanden ausschließen.

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Gesamten Standort im Blick

Wichtig ist Wagner allerdings auch, dass dem Gewerbepark Venete nicht allein alle Aufmerksamkeit zuteilwird. Vielmehr müsse der gesamte Wirtschaftsstandort Nettetal erfasst werden. Und dazu muss ein Wirtschaftsförderungskonzept für die Stadt entwickelt werden.

Die Wirtschaftskraft zu stärken, sei ein Ziel des gesamten Stadtmarketings, in das die Wirtschaftsförderung integriert sein müsse, so Wagner. "Wer sein Geld in Nettetal investiert, dem kommt es darauf an, in einer Stadt zu leben, die für ihn insgesamt eine Zukunftsperspektive bietet. Man sei auf einem guten Weg, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten. So biete etwa die Diskussion um die Leitziele "Nettetal 2015+" eine gute Orientierung.

Ohne Partner lässt sich ein solcher Prozess nicht verwirklichen. Daher wurde die Wirtschaft bisher etwa durch zwei Unternehmerrunden eingebunden, die Verwaltung stimmte sich mit der Politik über die "Lenkungsgruppe Wirtschaft und Marketing" in zwei Sitzungen ab, es gab mehrere Gespräche mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Viersen, und die Firma Expert-Consult fertigte ein Gutachten zur Vermarktung des Venete-Gebietes.

Weiteres Ergebnis der bisherigen Überlegungen: Die Verwaltung der Stadt will mit den Mitarbeitern ein Leitbild "bürgernahe und wirtschaftsfreundliche Verwaltung" erarbeiten. So soll es neben dem schon existierenden Bürgerservice einen Unternehmensservice geben, in dem "alle verwaltungsseitigen Kompetenzen für eine qualifizierte Begleitung von Anliegen von Unternehmen gebündelt werden".

Bei allen Plänen gibt der Bürgermeister aber auch zu: "Für die Umsetzung fehlen zum Teil noch organisatorische, finanzielle und personelle Ressourcen."

(RP/rl)