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Viel Bewegung in integrativer Sportgruppe

Kaldenkirchen : Viel Bewegung in integrativer Sportgruppe

Die Mitglieder von einst sind erwachsen, nun suchen die Kindergruppen Nachwuchs.

Bälle liegen bereit, von der Decke hängen Ringe, eine Bank lädt zum Balancieren, Matten laden zum Toben ein. Die Kinder und Jugendlichen der integrativen Sportgruppen des Nettetaler Vereins für Gesundheits- und Behindertensport finden in ihrer wöchentlichen Turngruppe einiges an Materialien, um eine abwechslungsreiche Stunde zu verbringen. Die Mitglieder von einst sind erwachsen und haben die Gruppe verlassen, nun wird Nachwuchs gesucht.

„Wir bieten immer verschiedene Dinge an, die Kinder dürfen sich aber auch etwas wünschen oder sich Geräte aus den Schränken holen“, beschreibt Petra Stoll-Inderelst (57), eine der drei Übungsleiterinnen, die Stunden. Zurzeit besteht die Gruppe, die sich immer Dienstagnachmittag in der Turnhalle an der Grenzwaldstraße trifft, aus neun Kindern zwischen acht und 15 Jahren. Eine Teilnahme ist ab sechs Jahren möglich. „Sobald die Kinder eine weiterführende Schule besuchen, wird es schwieriger“, sagt Stoll-Inderelst. Der Unterricht dauere länger, dazu kommen für behinderte Kinder Therapiesitzungen oder schulische Veranstaltungen. „Leider bleibt der Sport dabei teilweise auf der Strecke.“

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Anders sehe es bei der Gruppe darunter aus: Für Kleinere gibt es um 15 Uhr eine Stunde, darin sind 20 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren. Bei beiden Gruppen gleich: Materialien wie Bällen, Seilen, Tüchern und Turngeräten sollen die Kinder und Jugendlichen spielerisch dazu anleiten, ihre Geschicklichkeit, Balance und Körperwahrnehmung zu verbessern. „In der Gruppe denken sie nicht darüber nach, schauen sich voneinander ab wie etwas geht“, sagt Stoll-Inderelst. „Gleichzeitig helfen sich die Kinder gegenseitig, es ist schön, wie die Großen auf die Kleinen achten“, sagt Übungsleiterin Nicole Janhsen (44). Auch selbstverständlich in der integrativen Gruppe: „Hier macht auch keiner eine dumme Bemerkung über den anderen. Alle freuen sich, miteinander etwas zu machen“, sagt Übungsleiterin Elke Karmanns (42). Wem es mal etwas zu turbulent wird, kann sich auch mal zurückziehen: „Wir bauen jedes Mal eine Höhle, um ruhigeren Kindern einen Rückzugsort zu bieten.“

Mut und etwas ausprobieren, und das ohne Druck: Diese Anleitung ist allen Übungsleiterinnen ein wichtiges Anliegen. Maurice (8) gefallen die Turngeräte am besten, und zum Beweis hängt er sich direkt an die Ringe. „Danach kommen die Rutsche und die Matten, die machen auch Spaß“, sagt er.

(eva)