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Nettetal: Union-Vorstand wehrt sich

Nettetal : Union-Vorstand wehrt sich

Die Zufahrt zur Christian-Rötzel-Kampfbahn ist in einem verheerenden Zustand. Die Verantwortlichen sind bereit, Sportfördermittel in Anspruch zu nehmen, um Verkehrssicherheit herzustellen. Die Vorwürfe von Werner Beskes bezeichnet der Vorstand von Union Nettetal als absurd.

Der Vorstand des SC Union Nettetal weist die Vorwürfe des Ehrenmitgliedes Werner Beskes zum Umgang mit Mitteln aus der Sportförderung sowie über den Zustand der Christian-Rötzel-Kampfbahn zurück.

 Seit Jahrzehnten bereits ist die Zufahrt zum Sportgelände von Union Nettetal ein Provisorium: Es handelt sich um einen Wirtschaftsweg, der zwischen Sportplatz und Acker eingeklemmt ist. Eine Verbreiterung über das Feld ist stets gescheitert, nun soll die Mauer fallen und Union Gelände hergeben.
Seit Jahrzehnten bereits ist die Zufahrt zum Sportgelände von Union Nettetal ein Provisorium: Es handelt sich um einen Wirtschaftsweg, der zwischen Sportplatz und Acker eingeklemmt ist. Eine Verbreiterung über das Feld ist stets gescheitert, nun soll die Mauer fallen und Union Gelände hergeben. Foto: Busch

"Werner Beskes schießt mit seiner Kritik weit übers Ziel hinaus. Zur Sportförderung gibt es keinen Beschluss, die Anlage ist weitgehend in Ordnung. Wir haben uns nie einem Gespräch mit ihm verweigert. Leider gelingt es uns nicht zu ergründen, was er eigentlich konkret erreichen will", sagt Vorsitzender Christian Stein.

Empörung ist groß

Die Empörung darüber, dass Beskes den Weg über die Öffentlichkeit gesucht hat, ein im Verein groß, ergänzt Steins Vorstandskollege Helmut Anderski. Beskes wehrt sich dagegen, dass aus dem Topf zur Förderung von Sportstätten die Zufahrt zum Union-Sportgelände finanziert wird. Das Geld müsse in die dringend notwendige Sanierung von Umkleiden und sanitären Anlagen gesteckt werden.

"Werner Beskes selbst hat dem Vorstand vor zwei Jahren aufgegeben, endlich dafür zu sorgen, dass der unhaltbare Zustand in der Zufahrt beendet wird. Wir verhandeln seit Jahren mit der Stadt darüber. Jetzt haben wir der Mitgliederversammlung einen Plan mit Finanzierung aus Sportfördermitteln vorgestellt. Entscheiden werden darüber die Mitglieder", erklärt Stein.

Beskes' Nachfolger als Leiter der Fußballabteilung, Dirk Riether, und der stellvertretende Jugendleiter Stefan Gerhards sähen auch lieber, wenn die in Rede stehenden 125 000 Euro (die Hälfte des Betrages müsste der Verein aufbringen) zur Sanierung eingesetzt werden könnten. "Ich mag mir nicht ausmalen, was passiert, wenn es hier einmal einen Unfall mit einem Kind gäbe. Die Zufahrt ist außerordentlich gefährlich, sie muss verkehrssicher ausgebaut werden", so Gerhards.

Den Vorstand ärgert auch die Vermischung von angeblichen finanziellen Problemen mit der sportlichen Talfahrt im Seniorenbereich. "Wir haben uns zu einem durchgreifenden Kurswechsel entschieden. Zum einen wollen wir unserem eigenen Nachwuchs die Tür zum Seniorenkader öffnen, zum anderen wollen wir von den hohen Kosten herunter, die eine Mannschaft mit Spielern verursacht, die von weither anreisen", unterstreicht Riether. Ihn fuchst, dass Sponsoren und sportliche Partner in der Jugendarbeit bereits besorgte Anfragen zur Schwere des internen Konfliktes stellen.

"Unsere Jugendlichen spielen durchgängig auf einem sehr hohen Niveau. Wir haben mit einem Ausleseverfahren vor Jahren einen Fehler gemacht, den wir heute bitter bereuen. Das wollen wir korrigieren", ergänzt Gerhards.

Die Krise der Landesligamannschaft schlage zwar zurzeit hart durch, aber "es spielen bei uns junge Leute aus Nettetal. Die Korsettstangen der Mannschaft sind gerade mal 25 Jahre alt." Die Vorwürfe, der Vorstand lasse den Verein und sein Vermögen niedergehen, seien jedenfalls vollkommen unberechtigt.

(RP)