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Ungewöhnliches Jahr für evangelische Kirche in Nettetal-Kaldenkirchen

Evangelische Kirche Kaldenkirchen : Ein ungewöhnliches Jahr in der Hofkirche

Durch die Corona-Pandemie kam das Gemeindeleben in der evangelischen Gemeinde in Nettetal-Kaldenkirchen teilweise zum Erliegen. Davon berichtet Presbyter Manfred Wintzen in seinem Jahresrückblick.

In seinem Jahresrückblick für die Evangelische Kirchengemeinde Kaldenkirchen schreibt Presbyter Manfred Wintzen, es gehe ein ungewöhnliches Jahr zu Ende: „Die Corona-Pandemie brachte das Gemeindeleben teilweise zum Erliegen. So fielen vom 22. März bis einschließlich 3. Mai, darunter auch über Ostern, alle Gottesdienste aus.

Seit Februar wurde das Abendmahl nur noch zu den beiden Konfirmationen gefeiert. Die Gemeindekreise konnten nur zu wenigen Treffen zusammen kommen.“

Doch nicht alles musste abgesagt werden. So konnte die Presbyteriumswahl turnusgemäß stattfinden. Da es genau so viel Kandidaten wie Plätze gab, entfiel eine Wahl durch die Gemeinde – mit der Folge, dass der Kreissyno-dalvorstand die Kandidaten für gewählt erklärte. Die für den 22. März geplante Einführung der neuen Presbyter fiel dem Coronavirus zum Opfer. Nach Videokonferenzen konnte sich das neue Presbyterium erstmals am 28. Mai persönlich treffen.

Noch entscheidender war im August das Treffen der vier Presbyterien der Arbeitsgemeinschaft „An der Nette“, zu der die Kirchengemeinden Bracht-Breyell, Kaldenkirchen, Lobberich-Hinsbeck und Grefrath-Oedt gehören. Verabredet wurde die Fusion zu einer gemeinsamen „Evangelischen Kirchengemeinde an Niers und Nette“ ab 1. Januar 2023. Als Gründe wurden rückläufige Gemeindegliederzahlen und die Bereitschaft zur Übernahme von Ehrenämtern, geringere Kirchensteueraufkommen und Mangel an Pfarrern angeführt.

Ein Höhepunkt in der Gemeindechronik war auch der Abbau und Wiedereinbau der Orgel. Die Orgelwerkstatt Kampherrn in Verl hat die Orgel gesäubert, erneuert und mit zwei weiteren Registern versehen. Nur zwei Monate, von Ende Juni bis Anfang August, war die Hofkirche ohne Orgel. Von den Gesamtkosten von 62.450,92 Euro wurden 33.000 Euro durch Spenden finanziert.

Das Gemeindefest, die gemeinsamen Wanderungen und der Seniorenadvent fielen aus, ebenso zwischen März und Mai sowie ab November die Geburtstagskaffees, Frühstückstreffs, die Treffen des Besuchsdienstkreises und des Netzwerks Nachbarschaft, ebenso die Offene Kirche. Die Kirchenmusik war sehr eingeschränkt, weil die Chöre nicht proben und auftreten konnten. Zum ersten Mal seit 1983 fiel die „Musik im Advent“ aus. Dafür produzierten Mitarbeiter und Gemeindeglieder eine Advents-CD.

(hb)