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Unfall am Bahnübergang Breyell: Güterzug rammt Auto

Bahnübergang in Nettetal : Güterzug kollidiert mit Auto

Ein 74-jähriger Autofahrer aus Niederkrüchten hat am Dienstagvormittag den Zugverkehr zwischen Viersen und Mönchengladbach für mehrere Stunden zum Erliegen gebracht. Der Autofahrer rettete sich vor dem Zusammenstoß ins Freie. Die Strecke wurde knapp zwei Stunden gesperrt.

Der Mann hatte mit seinem Wagen die geschlossenen Schranken eines Bahnübergangs in Breyell umfahren — ein Güterzug kollidierte mit dem Auto. Der 74-Jährige hatte sich zuvor noch ins Freie retten können. Den Mann erwarten nun ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, ein Fahrverbot und ein Bußgeld. Wie die Bundespolizei in Kleve auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, ereignete sich der Unfall gegen 11.30 Uhr.

Der Autofahrer habe vor Ort angegeben, dass an seinem Fahrzeug die Bremsen versagt hätten, berichtete ein Sprecher der Bundespolizei. Die Polizei hingegen geht davon aus, dass der Mann die gesenkten Halbschranken bewusst umfahren hat. Auf dem Gleis aber streikte der Motor, blieb der Wagen mitten auf den Schienen stehen. "Versuche, den Motor wieder zu starten, misslangen", erklärte ein Polizeisprecher.

Als der Güterzug nahte, habe der Mann sein Auto verlassen und sich in Sicherheit gebracht. An dem Wagen entstand hoher Sachschaden, er musste abgeschleppt werden. Auch der Güterzug wurde beschädigt, war aber fahrbereit. Die Strecke wurde gegen 11.40 Uhr gesperrt, um 13.10 Uhr setzte der Güterzug seine Fahrt fort.

Durch den Unfall waren auch zahlreiche Bahnreisende in Mitleidenschaft gezogen. Die Eurobahn setzte beispielsweise Busse ein, um ihre Fahrgäste trotz der gesperrten Strecke transportieren zu können