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Nettetal: Udo Moter ist von seiner Chance überzeugt

Nettetal : Udo Moter ist von seiner Chance überzeugt

Der 44-jährige Schulleiter in Essen zieht für die SPD Nettetal als Bürgermeister-Kandidat in den Wahlkampf. Es sei entscheidend, in der Bevölkerung eine Wechselstimmung herbeizuführen, sagt er.

Udo Moter ist sicher, dass er eine Chance hat, Bürgermeister in Nettetal zu werden. Die SPD nominierte jetzt den 44-jährigen Grundschulrektor in Essen zu ihrem Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl am 25. Mai. Moter, der unter anderem zehn Jahre Ratsmitglied seiner Partei in Nettetal war, vereinige jene Grundvoraussetzungen, die die SPD von einem Bürgermeister erwarte, erklärte zuvor die Fraktionsvorsitzende Renate Dyck.

Zunächst auf Wahl 2015 eingerichtet

In der Gaststätte Stiels-Boos hatten sich zu Moters Nominierung 27 stimmberechtigte Mitglieder der Nettetaler SD und noch einmal so viele Gäste versammelt. Renate Dyck unterstrich, dass sie bereits vor gut einem Jahr Kontakt zu dem gebürtigen Lobbericher in Essen aufgenommen hatte, um ihn für die Kandidatur zu gewinnen. Man habe sich zunächst auf eine Wahl erst im Jahr 2015 eingerichtet.

Als der amtierende Bürgermeister, Christian Wagner (CDU), im Herbst ankündigte, sich ein Jahr früher, mit den Kommunal- und Europawahlen den Wählern zustellen, habe die Kandidatur Schwung aufgenommen. Udo Moter vereinigte Kompetenz, Kompromissfähigkeit, Konfliktbereitschaft und auch das Charisma einer Persönlichkeit, die das Amt des Bürgermeisters erfordere, stellte Dyck fest. "Es gibt in der Stadt viel zu tun, und ist an der Zeit, dass endlich mal frischer Wind durch das Rathaus zieht", sagte sie. Moter selbst kann sich "nichts Schöneres vorstellen, als diese Stadt als Oberhaupt zu repräsentieren".

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Moter betont Gemeinsamkeiten zwischen Bürgermeistern und Schulleitern

Er habe sich zu einer Kandidatur entschlossen, hinter der er mit "großer Ernsthaftigkeit" stehe. Ein Schulleiter sei sehr wohl fähig, dieses Amt erfolgreich auszufüllen, erklärte er. Dies bewiesen im Land sehr viele Bürgermeister, beispielsweise gleich in der Nachbarschaft der SPD-Politiker Günter Thönnessen in Viersen. "Schulleiter und Bürgermeister müssen ihre Schule und ihre Gemeinde entwickeln. Sie müssen führen können und ständig bereit zum Dialog sein. Aber kein Bürgermeister kann alles alleine machen. Dazu stützt er sich auf die Fähigkeiten der Mitarbeiter einer Verwaltung im Dienste der Bürger." Die SPD in Nettetal habe maßgeblich mit dazu beigetragen, dass in diesem Jahr ein ausgeglichener Haushalt vorliege, erklärte Moter.

Schwerpunkte in seiner Arbeit will er der Förderung von Arbeitsplätzen und des Einzelhandels widmen, die Inklusion als gesamtgesellschaftliche Aufgabe über die Schulen hinaus umsetzen, Senioren in einem Beirat an der Gestaltung und Entwicklung ebenso mitwirken lassen wie Jugendliche in einer Art Jugendparlament. Er sei keineswegs chancenlos, wenn es gelinge, die Bürger in der Stadt in eine Wechselstimmung zu versetzen. Weniger als 30 Prozent der Nettetaler hätten Wagner vor fünf Jahren gewählt. Der Rest stimmte gegen ihn oder ging erst gar nicht zur Wahl. Gerade jene 49 Prozent, die 2009 nicht wählten, müsse die SPD erreichen, mahnte Moter. Er wird mit der Partei- und Fraktionsspitze jetzt ein Programm erarbeiten. Es werde sich auch nach den Ergebnissen der Stadtteilkonferenzen richten, weil daran Bürger aktiv mitwirkten. Moter will auch mit den kleineren Parteien und Wählergruppierungen reden und ausloten, ob er von ihnen Unterstützung erwarten könnte. "Ich werde mit allen sprechen und bin für alle Vorschläge offen", erklärte er.

Vos tritt anstelel von Schürmann an

Auf der bereits vor einigen Wochen aufgestellten Kandidatenliste der SPD gibt es Änderungen. Annemie Vos wird in Leuth antreten, nachdem der frühere Fraktionsvorsitzende und Bürgermeister-Kandidat von 2009, Christian Schürmann kurzfristig zurückgezogen hatte. Es gab eine kurze Debatte, weil Frau Vos in Hinsbeck wohnt. In Leuth sei kein Sozialdemokrat aber bereit zur Kandidatur, berichtete die Vorsitzende Tanja Jansen. Darum habe man die gebürtige Leutherin jetzt um die Kandidatur gebeten.

(RP)