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Nettetal: Turmsanierung wird teurer

Nettetal : Turmsanierung wird teurer

Schlechte Nachricht auch für Fotografen: Zur Kommunion wird der St.-Peter-Turm verhüllt sein

Die Hinsbecker haben schon fast vergessen, wie ihr Kirchturm unverhüllt aussieht. Eigentlich sollten die Reparaturen an der Hinsbecker Pfarrkirche St. Peter bereits im Dezember 2016 beendet sein. Doch dann stellte sich heraus, dass das Gebälk der Turmspitze durch die Witterung gelitten hat und dass weitere Arbeiten notwendig sind. Damit steigen die Kosten: Bis Dezember 2016 waren die Ausgaben für die Instandsetzung auf rund 654.000 Euro geschätzt worden. Jetzt geht man aber von 910.000 Euro aus. Davon übernimmt das Bistums als letzte Unterstützung für Reparaturen an der Hinsbecker Kirche rund 60 Prozent. Das bedeutet: Der Turm trägt bis Anfang Juni eine Plane - also auch zur Kommunion am 30. April und zu Pfingsten.

Im Herbst 2016 waren die Arbeiten an dem katholischen Gotteshaus begonnen wurden. Der obere, etwa sechs Meter lange Teil des Turms hatte um 1995 neben neuem Schiefer auch eine abdichtende Folie erhalten. Beim unteren Teil, der damals nicht erneuert wurde, fehlte aber diese Folie unter der Verschieferung, sie war damals nicht üblich gewesen.

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"Die Schäden am Holz-Tragewerk des Turmdachstuhls sind seit Mitte Februar behoben", sagt Herbert Heitzer, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands in Hinsbeck. Bei einer weiteren Prüfung des Statikers seien zusätzliche Verankerungen für den Turmhelm notwendig geworden, die dann den Dachdecker behinderten, als er neuen Schiefer decken wollte.

Der Aufwand der Schreiner-Arbeiten sei laut Heitzer recht groß gewesen, weitere Überraschungen hätte es dabei aber nicht gegeben. Bis Ende Dezember sollte der Dachdecker mit der Reparatur des vorhandenen Schiefers fertig sein. "Doch mit dem neuen Auftrag, einer neuen Verschalung und dem Verlegen von sieben Tonnen Schiefermaterial geriet auch sein Terminplan mit anderen Baustellen durcheinander", sagt der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands. Deshalb sei es zu Verzögerungen gekommen - zumal das Wetter von Ende Februar bis Mitte März sehr schlecht gewesen sei. "Ein effizientes Arbeiten in 50 Meter Höhe bei Starkwind und Regen wurde unmöglich gemacht", so Heitzer. "Es gab Tage, da sind fünf Mitarbeiter am Morgen angereist und mussten unverrichteter Dinge wieder abreisen. Der Nebeneffekt war, dass sich unter den Handwerkern Erkältungen und somit auch Ausfalltage einstellten."

Und so sieht jetzt der weitere Zeitplan aus: "Alle Sanierungsarbeiten am Turm, inklusive neuer Taubenabwehr, sollen in der zweiten Maihälfte abgeschlossen sein", kündigt Herbert Heitzer an. Die Demontage des Gerüstes werde weitere drei bis vier Wochen dauern.

Die Eltern der Kommunionkinder hätten mit Verständnis reagiert: "Um den Baustellencharakter etwas zu verdecken, wollen Katecheten und Kindern den Bauzaun mit Bildern verkleiden", so der stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende.

(heko)