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Trauer iim Kreis Viersen um Christian Weisbrich

Gestalter in vielen Bereichen : CDU im Kreis Viersen trauert um Christian Weisbrich

Viele Nettetaler kennen Christian Weisbrich als früheren Stadtdirektor; landesweit ist er als ehemaliger CDU-Landtagsabgeordneter bekannt. Sein Schwerpunkt war der Strukturwandel.

Christian Weisbrich, langjähriger Kreisvorsitzender der CDU Viersen, ist nach schwerer Krankheit mit 79 Jahren gestorben. Geboren am 1. April 1942 im damals schlesischen (heute polnischen) Ratibor, fand die Familie nach dem Krieg in Hessen eine neue Heimat. Nach dem Studium zog der Kaufmann mit seiner Frau Carmen 1973 um, übernahm als Geschäftsführer die „Stadt Nettetal Entwicklungsgesellschaft“, wurde dort Baudezernent, Erster Beigeordneter und war bis 1990 Stadtdirektor. Danach wechselte er als Geschäftsführer zum Stahlwalzwerk Rötzel (Breyell). Von 1991 bis 1997 führte er als Vorsitzender die CDU im Kreis Viersen.

1995 wurde er Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Viersen II (damals Kempen, Tönisvorst, Grefrath, Nettetal, Brüggen und Niederkrüchten) und blieb dies bis 17 Jahre. 2010 war er für kurze Zeit Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion NRW, später Vize-Fraktionschef. Er setzte sich ein für den Strukturwandel und einen sozialverträglichen Kohleausstieg.

„Mit Christian Weisbrich verliert der Kreis Viersen einen engagierten, innovativen, seinen Mitmenschen zugewandten Fürsprecher“, sagt Stephan Seidel, Geschäftsführer der Kreis-CDU.  Die CDU im Kreis Viersen verliere einen wichtigen Gestalter und Repräsentanten, vor allem aber einen guten und verlässlichen Freund.

  • Christian Weisbrich wurde 79 Jahre alt.⇥Foto
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Der Familienvater war auch in vielen Ehrenämtern aktiv, unter anderem beim DRK und dem Förderverein der Bio-Station Krickenbecker Seen: Seit der Gründung vor rund 25 Jahren hatte er den Verein geführt, 2020 gab er den Vorsitz ab.   Auch den Verkehrs- und Verschönerungsverein Lobberich führte er bis  2019. Ein wesentliches Anliegen war Weisbrich der Erhalt der wertvollen Natur und Landschaft, aber auch die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls der Menschen, etwa als  Schirmherr der THW-Jugend Nettetal oder indem er sich für den Kulturraum Niederrhein einsetzte. Für  diese Aktivitäten hat ihm NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) im Dezember 2018 im Aachener Rathaus den Landesverdienstorden verliehen.

(busch-)