Thomas Türk, Lehrer aus Nettetal, betreut die Freiwasserschwimmer bei den „Special Olympics World Games“

Special Olympics World Games : Nettetaler Lehrer bei  Weltspielen 

Thomas Türk trainiert bei der DLRG Grefrath Behinderte und unterrichtet am Werner-Jaeger-Gymnasium. Jetzt betreut er die deutschen Freiwasserschwimmer bei den „Special Olympics World Games“ in Abu Dhabi.

Seit Herbst 2011 gibt es in der Ortsgruppe Grefrath der DLRG eine Gruppe von Schwimmern mit Handicap, unter anderem betreut von Thomas Türk. Das Engagement des Lehrer am Werner-Jaeger-Gymnasium ist immens, zurzeit ist er in Abu Dhabi. Dort finden die „Special Olympics World Games“ statt: Die Weltspiele für Menschen mit geistiger Behinderung gelten als die weltweit größte inklusive Sportveranstaltung. Türk ist einer der Trainer für das deutsche Aufgebot mit 163 Athleten. Er ist speziell für die deutschen Schwimmer zuständig.

Er kümmert sich besonders um die Athleten, die im Freiwasser schwimmen. Dabei geht es über 800 und 1600 Meter. Neben den Einzelrennen gibt es auch zwei gemischte Staffeln, bestehend aus behinderten und nicht behinderten Sportlern.

Es ist nicht das erste Mal, dass Türk bei den Weltspielen ist. Bereits 1983 war er als Trainer bei den nationalen „Special Olympics“ . Seitdem betreut er die geistig behinderte Schwimmmannschaft, die regelmäßig an den Landesspielen NRW und den bundesweiten Wettkämpfen teilnimmt. Weit mehr als 200 Medaillen haben seine Schützlinge inzwischen erschwommen.Seine Premiere bei den Weltspielen feierte Türk 1986 in Athen.

Er war überglücklich über die Nominierung für die Spiele in Abu Dhabi im Herbst vergangenen Jahres. Seinerzeit war er bei einem Sichtungslehrgang in Rüdesheim und spürte dort bereits die riesige Vorfreude der Athleten auf das große Ereignis, auf sportliche Ziele und die Begegnungen in den Sportstätten – und ganz besonders auf die Gelegenheit, neue Freunde kennenzulernen. Seitdem bereitet Türk die Schwimmer intensiv auf den sportlichen Höhepunkt in Abu Dhabi vor.

Trainer Thomas Türk ist mit seinen Schützlingen vor Ort. Foto: dlrg

Die deutsche Delegation ist inzwischen wohlbehalten im Nahen Osten gelandet und hat mit viel Freude am „Host Town Program“ teilgenommen, das fester Bestandteil der Weltspiele ist. Es dient der Akklimatisierung und dem Kennenlernen des Gastgeberlandes. Nebenbei haben die Athleten kräftig trainiert.

Die Spiele dauern bis zum 21. März. Insgesamt sind 7000 Aktive am Start, die von 2500 Trainern betreut werden. Es gibt Wettbewerbe in 24 Sportarten, 20.000 freiwillige Helfer unterstützen die Veranstalter bei der Organisation. Schwerpunkt sind in diesem Jahr Wettbewerbe, bei denen gemischte Teams aus Behinderten und Nichtbehinderten am Start sind.

Die deutschen Sportler haben sich bereits bei der Einkleidung im Januar in Fulda kennengelernt. Sofort merkte man den großen Zusammenhalt unter den Athleten. „Vorfreude und Spannung waren förmlich zu greifen“, sagt Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland (SOD). Alle Aktiven hatten bei dem Treffen in Fulda ihre sportlichen Vorbereitungen bereits weitgehend abgeschlossen und sich mit Details zum Abenteuer Abu Dhabi vertraut gemacht.

Eine zusätzliche Motivation ist sicherlich, dass die nächsten Weltspiele 2023 in Deutschland, nämlich in Berlin. stattfinden.

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