Nettetal: Teilnehmerrekord beim Zug

Nettetal : Teilnehmerrekord beim Zug

Beim Tulpensonntagszug in Lobberich sind mit 128 Nummern so viele Gruppen und Wagen wie nie am Start: Zu den 2500 Teilnehmern im Zug kommen noch deutlich mehr Zuschauer am Straßenrand

Thomas Timmermanns vom Karnevalskomitee Lobberich und Mitorganisator des Tulpensonntagszugs hat nochmal durchgezählt: "Wir haben 128 Nummern vergeben, das sind 2500 Teilnehmer. Das ist in Nettetal ein neuer Rekord", sagt Timmermanns zufrieden.

Jedes Jahr führt der größte Umzug Nettetals durch einen der sechs Stadtteile. In diesem Jahr hat Lobberich die Ehre, die Heimat des Stadtprinzenpaares Manfred I. und Ulrike I. Mertens. Bereits ab 12 Uhr treffen sich Zuggruppen und Wagenbauer an der Van-der-Upwich-Straße mit Seitenstraße bis Ford Hölter, Heinrich-Haanen-Straße bis zum linken Wendehammer, Heinrich-Kessel-Straße und Obere Färberstraße. Von dort aus stellen sie sich auf, damit es pünktlich um 14.11 Uhr heißen kann "Zug marsch!" Die Strecke wird ab 12 Uhr für den Verkehr gesperrt.

Nach dem Anschlag auf einen Wehnachtsmarkt in Berlin gab es auch für die Karnevalisten in Nettetal strengere Auflagen, wie Thomas Timmermanns bestätigt. Die Feuerwehr unterstütze mit ihren Fahrzeugen. An drei "Neuralgischen Punkten", etwa Düsseldorfer Straße und Breyeller Straße, werde sie für zusätzliche Sicherheit sorgen, erklärt Rathaus-Sprecher Jan van der Velden auf Anfrage. Heute laufen noch die letzten Vorbereitungen für den großen Umzug im städtischen Ordnungsamt. Die Mitarbeiter haben an diesem Tag nur dieses eine Thema und stehen auch für den Publikumsverkehr nicht zur Verfügung. "Karneval ist für die Mitarbeiter des Ordnungsamtes immer mit vielen Überstunden verbunden", sagt van der Velden.

Bereits am gestrigen Donnerstag mussten sie etwa dafür sorgen, dass das Glasverbot rund um den Doerkesplatz eingehalten wird. Entlang des Zugwegs sei eine Ausweitung nicht geplant. "Danach wird meist in den Sälen und Kneipen oder privat weitergefeiert", nennt der Stadtsprecher eine Begründung. Zudem sei ein solches Verbot entlang des Zugweges gar nicht zu kontrollieren.

Während die Wagenbauer in den Vereinen noch Feintuning an ihren Gefährten betreiben, ist Thomas Timmermanns mit Blick auf den Umzug recht entspannt: "Wir müssen nicht mehr viel tun, nur noch die Zugnummern auch auf der Straße markieren." Die weitere Arbeit findet dann erst wieder am Sonntag statt: Dann müssen Gruppen und wagen für den Zug eingeteilt werden. Auch die Wettervorhersage für Sonntag wird Timmermanns aufmerksam verfolgen. "Mit Sturm rechnen wir nicht mehr", sagt er. Doch falls die Sicherheit des Zuges gefährdet sei, "müssen wir natürlich darauf reagieren."

(busch)