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Nettetal: Taucher übten auf dem Eis

Nettetal : Taucher übten auf dem Eis

Lobberichs Feuerwehr nutzte das Winterwetter, um in Theorie und Praxis die Rettung von Menschen durchzuspielen, die durchs Eis auf den Seen durchgebrochen sind. Eingesetzt wurden mehrere Hilfsmittel.

Der anhaltende Frost hat die Netteseen zufrieren lassen. Allen Warnungen zum Trotz wagten sich etliche Spaziergänger zu Beginn des Jahres aufs Eis in der irrigen Meinung, es werde sie schon tragen. Die Feuerwehr hat sich auf die Leichtsinnigen mit einer Sonderübung eingestellt. Maßgeblich unterstützt von der Tauchergruppe des Löschzuges Lobberich, übten sie "Eisrettung".

Abgesehen davon, dass Nette bzw. Renne die Seen durchfließen, also das Eis dort auch nach längeren Frostperioden besonders trügerisch ist, werden die Seen aus Sicherheits- und Haftungsgründen nie von den Behörden zum Betreten freigegeben. Es wird höchsten ein Schild mit der Aufschrift "Betreten auf eigene Gefahr" aufgestellt.

"Eisrettung" ist für die Feuerwehr keine alltägliche Lage, auch wenn die zahlreichen Seen und Tümpel im Nettetal immer wieder einmal eine dickere Eisschicht bilden. Die Freiwillige Feuerwehr bereitet sich auf ihre Einsätze dort ebenso vor wie beispielsweise darauf, Brände in den ausgedehnten Waldgebieten zu bekämpfen. So nutzten die Taucher mit dem Löschzug das winterliche Wetter der vergangenen Tage für eine Zusatzübung.

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Theoretische Einweisung

Zu Beginn erfuhren die Teilnehmer durch Lehrtaucher Jörg Hein eine theoretische Einweisung. Hein erläutert ihnen die unterschiedlichen Möglichkeiten, jemanden aus dem Eis zu retten. Die erste Frage beschäftigte sich damit, wie Retter vorgehen sollten und was dabei zu beachten ist. Wichtig für die Wehrleute war auch zu erfahren, welche Rettungsmittel und Rettungsmöglichkeiten es grundsätzlich für sie gibt. Hein knüpfte daran die theoretische Unterweisung für die Schritte nach der Rettung. So frischten die Teilnehmer auch ihre Kenntnisse in der Ersten Hilfe, speziell zugeschnitten auf die Umstände einer Rettung aus eiskaltem Wasser auf.

Anschließend eilten die Wehrleute zum nicht weit entfernten Windmühlenbruch, um ihre frisch erworbenen theoretischen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. Dabei wurde die Rettung eines Menschen, der ins Eis eingebrochen ist, nachgestellt. Mit einem Eisretter (Rescue Sled) und einem Kälte- und Überlebensanzug wagte sich ein Taucher aufs Eis und näherte sich vorsichtig der Einbruchstelle, in der ein weiterer Taucher den Verunglückten mimte.

Im ersten praktischen Durchgang kam der Eisretter zum Einsatz. In der gleichen Vorgehensweise wiederholten die Wehrleute danach die Rettung des Eingebrochenen, indem sie diesmal auf zwei Leiterteile zurückgriffen, mit deren Hilfe der Verunglückte an Land gebracht wurde.

"Selten hat die Feuerwehr die Möglichkeit auf zugefrorenen Seen eine solche Übung durchzuführen, das muss man jetzt einfach ausnutzen", erläuterte Lobberichs stellvertretender Löschzugführer Andre Dohmes später den Zusatzdienst. Für alle Beteiligten sei dieser Einsatz aber eine wichtige Erfahrung geworden. Frage des Tages

(RP)