Tag der offenen Tür am Infozentrum Krickenbecker Seen

Jubiläum : Buntes Markttreiben an der Biologischen Station

Der Tag der offenen Tür zum 30-jährigen Bestehen der Einrichtung lockte hunderte Besucher an

Groß war der Andrang beim Tag der offenen Tür des Infozentrums der Biologischen Station Krickenbecker Seen am Sonntag: Vielfältige Angebote, Attraktionen und Mitmach-Aktionen rund um Natur und Ökologie lockten hunderte Besucher an, zeitweise gab’s am Infozentrum kaum noch Parkmöglichkeiten, selbst Fahrrad-Abstellplätze wurden rar. Anlass für die Aktion war das 30-jährige Bestehen der Biologischen Station.

„Die nächste geführte Wanderung für Kinder in die Natur startet jetzt“, lud Isabelle Lorenz vom Infozentrum über Mikrofon und Lautsprecher ein. Viele Jungen und Mädchen nutzen die Möglichkeiten, mal als kleine Forscher zum Beispiel Tiere im und am Boden zu entdecken – und hinterher auf dem eigens aufgebauten Holzspielplatz Wasser zu pumpen und zu schöpfen.

Ausstellungen und Naturkunst drinnen, buntes Markttreiben vorm Infozentrum: Hier frische Kräuter riechen und erraten, da alte Apfelsorten von Streuobstwiesen kennenlernen, umlagert die vielen Stände, viel genutzt die lukullischen Angebote. „Ich bin überrascht, was hier alles geboten wird, das Infozentrum ist ja schon interessant, aber heute gibt es noch viel mehr zu entdecken“, staunte Renate Esser aus Neuss, die besonders vom Obststand des Nabu-Naturschutzhofes angetan war.

  • Jubiläum : Biologische Station lädt zum Tag der offenen Tür ein
  • Nettetal : Das macht die Biologische Station
  • Elke Löpke : Biologische Station feiert Jubiläum

Die Biologische Station nämlich feierte nicht sich selbst, sondern präsentierte sich anlässlich des Jubiläums zusammen mit ihren Partnern. „Wir sind ja auf ein funktionierendes Netzwerk angewiesen, und da sind wir gut aufgestellt, Projekte wie Biotopverbund Elmpter Schwalmbruch können nur in Kooperation mit Verbänden und Behörden gelingen“, erläuterte Ansgar Reichmann, Chef der Biologischen Station. So präsentierten sich beispielsweise Naturpark, Niederrhein-Tourismus und VVV Hinsbeck, Niersverband und Netteverband. Auch die Greifvogelhilfe Rheinland stellte sich vor. Die Gartenexperten Gregor Weuthen aus Brüggen und Torsten Matschiess aus Nettetal berieten über naturnahes Gärtnern und darüber, „dass Schotter beim besten Willen nichts in einem Garten zu suchen hat“, so Weuthen. Schafe des niederländischen Landschapsbeheer De Wassum, die sonst Biotope im Elmpter Wald beweiden, ließen sich in einem kleinen Gatter nicht nur von Kindern bewundern.

Mitarbeiter der Biologischen Station standen Besuchern Rede und Antwort über ihre Forschungen und Naturpflegemaßnahmen. Mit ihnen sorgten rund 30 ehrenamtliche Helfer für den reibungslosen Ablauf des Festes. Reichmann: „Wir sind sehr dankbar, dass uns zuverlässige Ehrenamtler bei unserer Arbeit unterstützen.“

(jobu)
Mehr von RP ONLINE