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Nettetal: Start für 21 barrierefreie Wohnungen in Breyell

Nettetal : Start für 21 barrierefreie Wohnungen in Breyell

Die Baugesellschaft Nettetal hat mit dem Bau im Loirfeld begonnen. Ab Frühjahr 2015 sollen Mieter hier einziehen können, die dann 7,50 Euro je Quadratmeter zahlen werden.

Hans Moors hat bereits eine Liste mit Namen von Bürgern, die in das neue Wohnhaus der Baugesellschaft Nettetal AG am Loirfeld in Breyell einziehen möchten. Der kaufmännische Vorstand des Unternehmens wundert sich darüber nicht. "Es zieht immer öfter ältere Menschen zu uns mit der Frage, ob wir altersgerechten Wohnraum anbieten können", sagt er.

Im Frühjahr 2015 sollen in Breyell weitere 21 solcher Wohnungen bezogen werden können. Die Baugesellschaft startete mit dem ersten Spatenstich die Verwirklichung eines gut zwei Jahre vorbereiteten Neubaus. Dabei spielte auch das Glück eine Rolle. Den die Eigentümerin des Grundstücks gleich neben dem Alten- und Pflegeheim der Curanum-Gruppe, hatte gezielt bei der Baugesellschaft angefragt, ob sie Interesse habe. Das sei auch ein Vertrauensbeweis für das Unternehmen, freute sich Vorstandssprecherin Susanne Fritzsche. Denn es sei der Frau nicht darum gegangen, den am Markt möglichst besten Preis zu erzielen. Sie wollte inhaltlich und optisch eine auch für sie verträgliche Lösung erzielen.

Der Lobbericher Architekt Markus Birker hat im Wettbewerb mit drei anderen Kollegen den Entwurf geliefert, der jetzt verwirklicht wird. Einiges musste modifiziert werden, denn Qualitätsanspruch und Kostenrahmen müssen sich die Balance halten. "Hier entsteht ein Gebäude, in dem man auch mit einer etas kleineren Rente schön wohnen kann", ist Fritzsche überzeugt.

Die 47 bis 74 Quadratmeter großen Wohnungen sollen 7,50 Euro je Quadratmeter kosten. Alle haben Balkone oder Terrassen, die Küchen liegen außen, Badezimmer erhalten eine Lüftung, es gibt einen Lift. Fritzsche übte auch Kritik am Land. Sozial geförderter Wohnungsbau werde bald vollständig zum Erliegen kommen, wenn vier Euro pro Quadratmeter vorgeschrieben und die aktuellen Förderbedingungen unverändert blieben.

Eine unangenehme Überraschung gibt es im Untergrund. Hier hat nicht der Kampfmittelräumdienst Brisantes gefunden, vielmehr handelt es sich um Tonlinsen, die eine Pfahlgründung erzwingen. 67 Pfähle müssen bis acht Meter tief vorgetrieben werden, um ein stabiles Fundament zu schaffen, berichtete Birker, der bisher ortsansässige Unternehmen über Ausschreibungen beauftragt hat. Hält das Wetter, soll bis zum vierten Advent weitergearbeitet werden. "Wir hoffen auf einen milden Winter, dann könnten wir im Frühjahr 2015 fertig sein", meinte Fritzsche.

(RP)