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Nettetal: Stadtwerke springen für Teldafax ein

Nettetal : Stadtwerke springen für Teldafax ein

Die Stadtwerke Nettetal haben Teldafax den Lieferanten-Rahmenvertrag gekündigt. Grund ist die Insolvenz des Billigstromanbieters aus Troisdorf. Rund 400 Teldafax-Kunden aus Nettetal beziehen ab sofort Strom und Gas durch die Stadtwerke Nettetal, die als örtliche Grundversorger hier zuständig sind. "Auch morgen brennt in den betroffenen Haushalten noch das Licht", beruhigt Prokurist Harald Rothen die bisherigen Teldafax-Kunden.

Die erhalten in den nächsten Tagen Post von den Stadtwerken, darin erfahren sie direkt die Kündigung des Netzzugangs. Die Vorgehensweise ist nach Angaben der Stadtwerke durch das Energiewirtschaftsgesetz geregelt: Sobald ein Lieferant — wie in diesem Fall Teldafax — ausfällt, beginnt die Ersatzversorgung durch den Grundversorger. Das Gesetz legt die Rechte und Pflichten für Lieferanten und Netzbetreiber fest.

Kann ein Lieferant seine Rechnungen für Netzentgelte nicht begleichen, kann der örtliche Netzbetreiber, den Lieferanten-Rahmenvertrag kündigen. Die Stadtwerke haben die Landesregulierungsbehörde und die Bundesnetzagentur über ihr Vorgehen informiert, erklärt Peter Klocke, Leiter Netze der Stadtwerke Nettetal. Teldafax-Kunden können sich jetzt für einen neuen Lieferanten entscheiden — das zahlt sich aus, denn die Ersatzversorgung ist teurer als der Basistarif der Stadtwerke.

Die bieten zurzeit beim Strom günstigere Sonderprodukte mit einer Preisgarantie bis zum 30. Juni 2013 an. Natürlich können auch andere Lieferanten gewählt werden. Die Verbraucherzentrale NRW bietet betroffenen Kunden eine individuelle Beratung an.

(RP)