Auszeichnung: Stadtrat beschließt Vergabe eines Heimatpreises

Auszeichnung : Stadtrat beschließt Vergabe eines Heimatpreises

Das Angebot der nordrhein-westfälischen Heimatministerin Christine Scharrenbach (CDU), den Heimatgedanken zu fördern und besonders gelungene Projekte auch mit einer Geldsumme zu würdigen, will die Stadt Nettetal annehmen.

Einstimmig beschloss der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung, den mit insgesamt 5000 Euro dotierten Heimatpreis schon in diesem Jahre auszuloben. Der Preis soll noch im Dezember vergeben werden.

Nach Mitteilung von Bürgermeister Christian Wagner (CDU) sollen Maßnahmen, Initiativen oder Projekte ausgezeichnet werden, die die Identität und das Heimatbewusstsein der Region fördern, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt stärken, die für lokale oder regionale Besonderheiten begeistern, die Anreize schaffen, die Region zu entdecken und zu erleben, oder die zur Stärkung des regionalen Erbes und der Vielfalt beitragen. Im ersten Jahr des Preises wird kein Schwerpunkt vorgegeben, sodass die Projekte aus den Bereichen Kultur, der allgemeinen Bildung, Klima/Umwelt und/oder Baukultur stammen können.

Teilnehmen können alle natürlichen und juristischen Person, die Projekte in Nettetal umsetzen und überwiegend ehrenamtlich tätig sind. Kommerzielle Maßnahmen werden nicht berücksichtigt. Wichtig ist, dass die Projekte im Jahr 2018 durchgeführt wurden oder bis Ende dieses Jahres fertig werden. Es muss in „Nettetal verortet, gemeinnützig, für die Öffentlichkeit zugänglich, erlebbar und nutzbar sein“, heißt es im Beschluss des Stadtrates. Das Preisgeld wird aufgeteilt in 2500 Euro, 1500 Euro und 1000 Euro.

Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die mit „Personen aus unterschiedlichen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens in Nettetal“ besetzt werden soll. Sie soll mit einer Zweidrittelmehrheit entscheiden. Über die Anregung, dass der Ältestenrat die Jury bestimmen soll, kam es zu einer kleinen Debatte, in der Lothar Kronauer (AfD) vorschlug, jede Gruppe im Rat solle darin vertreten sein. Dies wurde als unpraktikabel angesehen. Wohl folgten alle der Anregung vom Hajo Siemes (WIN), der Rat möge die Jury offiziell durch Beschluss bestätigen.