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Nettetal: Stadtbücherei: Dach ist undicht

Nettetal : Stadtbücherei: Dach ist undicht

Nach 23 Jahren zeigen sich an der Nettetaler Stadtbücherei Abnutzungsspuren: Durch das Dach tropft der Regen und auch die Technik ist nicht auf dem neusten Stand. Der Kulturausschuss sieht den Nettebetrieb in der Pflicht.

In der Stadtbücherei wird es ungemütlich: Durch das Glasdach tropft der Regen – und auch die klimatischen Bedingungen sind durch das undichte Dach nicht immer angenehm. Im Winter nur zehn Grad Raumtemperatur, im Sommer schwüle Hitze.

"23 Jahre Sonneneinwirkung, Dohlen und Tauben auf dem Glasdach machen sich negativ bemerkbar", berichtete Ulrich Schmitter, Leiter der Stadtbücherei Nettetal am Dienstag dem Kulturausschuss. "Es regnet durch das moderne Glasdach des Glasanbaus, weil die Dichtungen undicht sind. Oft steht der Veranstaltungsraum unterm Dach unter Wasser", moniert Schmitter. Im Winter seien trotz Fußbodenheizung maximale Raumtemperaturen von 10 Grad erreichbar, während im Sommer oft tropische Hitze unterm Glasdach herrsche. "Nur wenige Termine bleiben für die Nutzung übrig", resümiert der Leiter der Stadtbücherei.

Abnutzung nach 23 Jahren

Durch die Mängel der Glaskonstruktion muss das Dach dringend saniert werden. Auch die Küche müsse erneuert werden. Da hoffe das Team der Stadtbücherei auf Sponsoren. Der Erweiterungsbau der Stadtbücherei wurde am 23. Mai 1989 eröffnet. Nach 23 Jahren zeigen sich in einigen Bereichen Abnutzungsspuren, die teilweise die Funktion der Bücherei beeinträchtigen, stellte Schmitter fest. So müsse auch dringend eine Neuverkabelung umgesetzt werden, um den technischen Anforderungen, die an eine moderne Bücherei gestellt werden, gerecht zu werden. Der Teppichboden in der jetzt 23 Jahre alten Bücherei sei hingegen noch sehr gut.

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Dietmar Sagel, Wirtschaftsförderer der Stadt Nettetal, griff den Mängelbericht auf und berichtete, dass jedoch in der Werner-Jaeger-Halle, die seit 1974 intensiv genutzt werde, der Teppichboden erneuert werden müsse. Die Mittel würden zum Haushalt angemeldet werden. Kulturdezernent Bürgermeister Christian Wagner merkte an: "Die Sanierung und Unterhaltung von Gebäuden ist kein originäres Thema für den Kulturausschuss." Die Stadtbücherei zahle für die Raumnutzung Miete an den Nettebetrieb, und der sei für die Gebäudeunterhaltung zuständig.

Renate Dyck, Vorsitzende des Ausschusses, widersprach: "Unabhängig von der Zuständigkeit des Nettebetriebes für die Gebäudeunterhaltung muss der Fachausschuss ein Auge drauf haben." Er müsse den Zustand der Gebäude kennen und dann gegebenenfalls Druck machen. Der Nettebetrieb sei gefordert, das Büchereigebäude zu sanieren. Der Ausschuss erwarte, dass sich bald etwas bewege, erklärte Renate Dyck. FRAGE DES TAGES

(RP)