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Nettetal: Stadt will etliche Ortsstraßen sanieren

Nettetal : Stadt will etliche Ortsstraßen sanieren

Das Sanierungs- und Ausbauprogramm beschäftigte den Planungsausschuss. Die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche kündigt umfangreiche Arbeiten im Stadtgebiet von Kaldenkirchen an, für die auch Anlieger zahlen müssen.

Viele Straßen im Stadtgebiet sind in einem sehr schlechten Zustand. Das Geld reicht kaum für Reparaturen, geschweige denn für grundlegende Sanierung. In den kommenden Jahren will die Stadt eine ganze Reihe von Straßen sanieren. Den Verantwortlichen ist klar, dass dies Aufruhr auslösen wird. In vielen Fällen werden die Anlieger mit zur Kasse gebeten. Einige Politiker stehen schon den Startlöchern, sich querzustellen. Sie werden allerdings beantworten müssen, welche Vorstellungen sie von Infrastruktur haben.

In der mittelfristigen Finanzplanung bis 2018, über die sich der Planungsausschuss jetzt beugte, ist eine Reihe von Straßenausbauten enthalten. An einer Stelle trat die CDU-Fraktion auf die Bremse: Die Wevelinghover Straße in Lobberich wird frühestens 2015 ausgebaut. Thomas Gotzen hatte die Ausbauplanung vorgestellt: Zwischen Graf-Mirbach-Straße und dem vom Stern her ausgebauten Bereich soll die Straße gepflastert werden. Das sei preiswerter als eine neue Asphaltschicht, berichtete er. Pflaster sei auch auf Dauer besser: Es ist weniger anfällig gegen Frost, Tiefbauarbeiten hinterlassen kein Flickwerk an der Oberfläche.

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Dass die CDU den für dieses Jahr geplanten Ausbau schiebt, verblüffte die Grünen. Sie seien bekanntlich keine Lobbyisten für Straßenbau, bekannte Guido Gahlings. Aber die Straße sei wirklich in keinem guten Zustand. Mit den Stimmen der FDP wurde der mit 180 000 Euro veranschlagte Ausbau aber verschoben. Von den Anliegern müsste die Stadt 78 000 Euro als Abgabe verlangen. Gekippt hat die CDU außerdem Deckensanierungen des Windmühlenwegs und der Reinersstraße in Lobberich, die 200 000 Euro kosten würden. Auf 2015 geschoben wurde die Komplettsanierung des Sassenfelder Kirchwegs. Die Stadtwerke müssen die schlechten Versorgungsleitungen unbedingt erneuern, haben sich aber mit dem Aufschub arrangiert. Gesamtkosten: 1,18 Millionen Euro mit 440 000 Anliegerbeiträgen.

"In Kaldenkirchen kommt in den nächsten Jahren einiges auf uns zu", warnte die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche. Fast das gesamte innerstädtische Straßengerüst sei mehr oder minder marode. Da ist die Schützenstraße, die im kommenden Jahr für 370 000 ausgebaut wird (Anliegerbeiträge: 332 000 Euro) noch harmlos. Die Stadt will beispielsweise endlich die Ringstraße zwischen Gerber- und Klemensstraße ausbauen. Kostenpunkt: 320 000 Euro, davon geschätzte Anliegerbeiträge 228 000 Euro.

Weiter geht's: Gerberstraße (Kölner bis Ringstraße, ohne Kreisverkehr): 700 000 Euro (Anliegerbeiträge geschätzt 230 000), Grenzwaldstraße (Ring- bis Severusstraße): 800 000 Euro (260 000). Vennstraße (Ring- bis van-Alpen-Straße): 600 000 Euro (200 000) und Venloer Straße 980 000 Euro (472 000). Hinzu kommen die Wohnstraßen Stappstraße 530 000 (477 000 nach Baugesetzbuch), Am Luchtberg für 300 000 Euro (270 000 nach BauGB) und die Wasserstraße (ab 2016) für 300 000 Euro (270 000 Euro BauGB).

(RP)