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Nettetal: Stadt verbietet Glas beim Rathaussturm

Nettetal : Stadt verbietet Glas beim Rathaussturm

Mittels einer Ordnungsverfügung wird die Stadt am Altweiberdonnerstag im kommenden Jahr für den Sturm auf das Rathaus auf dem Doerkesplatz in Lobberich ein Glasverbot erlassen. In den vergangenen Jahren hat sich das "Scherbenmeer" derartig ausgebreitet, dass die Stadt und die Polizei hier erhebliche Unfallgefahren ausgemacht haben.

Klaus Osmann, Leiter des Nettetaler Ordnungsdamtes, berichtete, dass Sanitätspersonal zunehmend über Schnittverletzungen unter Besuchern des Rathaussturms berichtet hatten. Auch nach dem Rathaussturm sorgen Glasscherben für Ärger, weil Auto- und Fahrradreifen aufgeschlitzt werden können. Die Reinigungskräfte haben auch die Grenzen ihrer Möglichkeiten irgendwann einmal erreicht. Die Rücksichtslosigkeit sowohl jugendlicher als auch erwachsener Besucher von solchen Veranstaltungen nimmt nach Beobachtungen der Ordnungs- und Sicherheitskräfte immer mehr zu.

Generelle Verbote kann die Stadt jedoch nicht aussprechen. Sie muss einen konkreten Anlass und einen bestimmten Zeitrahmen angeben. Die Stadt Köln hatte mit einer etwas pauschaleren Festlegung vor gericht Schiffbruch erlitten. Allerdings müssen sich Karnevalisten ohnehin auf eine rauere Gangart der behörden einstellen. Für Karnevalszüge wird in Zukunft ein Sicherheitskonzept verlangt. Dabei wird es unweigerlich Beschränkungen der bisher nahezu grenzenlosen Freiheiten geben

(RP)