Mehr Personal für Nettetals Verwaltung Stadt will den kommunalen Ordnungsdienst verstärken

Nettetal · Nettetals Verwaltung will im kommenden Jahr mehr Personal einstellen. In welchen Bereichen die neuen Mitarbeiter eingesetzt werden sollen.

Das Personal der Verwaltung soll aufgestockt werden.

Das Personal der Verwaltung soll aufgestockt werden.

Foto: Holger Hintzen

Im Rat wurde jetzt der Stellenplan für die Stadtverwaltung für das Jahr 2023 eingebracht. Der Entwurf der Verwaltung sieht dabei einen Zuwachs von 16,8 Stellen vor. Damit reagiert sie auf neue oder gewachsene Anforderungen, ob durch den Gesetzgeber oder durch die Zunahme von Fallzahlen. Der Rat nahm den Stellenplan zur Kenntnis, jetzt wird darüber in den Fraktionen parallel zum Haushalt beraten. Streichungen sind dabei kaum zu erwarten, weil die Stadt in vielen Bereichen zum Handeln gezwungen ist. Und weitere Stellenwünsche von Seiten der Politik sind aus Kostengründen kaum zu erwarten.

Im Mai wurde beschlossen, den kommunalen Ordnungsdienst aufzustocken. Jetzt sollen für 2023 zwei zusätzliche Stellen für den Außendienst eingerichtet werden.  Wenn der Stellenplan beschlossen wird, kann die Stadt beginnen, nach geeignetem Personal zu suchen. Wann der kommunale Ordnungsdienst entsprechend verstärkt sein wird, ist also noch völlig offen.

Das dritte Entlastungspaket des Bundes aufgrund gestiegener Energiekosten und der Inflation ist mit einer Reform des Wohngeldes verbunden. Der Deutsche Städtetag geht von einer Verdreifachung der Anträge aus. Schon für eine Verdoppelung sind in Nettetal drei neue Stellen in der Verwaltung notwendig. Diese drei Stellen wurden im Vorgriff noch für den Stellenplan 2022 beschlossen, stehen also ab Januar zur Verfügung. Drei weitere werden im Stellenplan 2023 mit einer Besetzungssperre versehen, bis die Entwicklung der Anträge abgesehen werden kann, also ob sich die Zahl der Anträge auf Wohngeld tatsächlich verdreifacht.

Durch die Flüchtlinge aus der Ukraine, aber auch die Einführung des Bürgergeldes zum 1. Januar erfordern zusätzliche Kapazitäten im Bereich Grundsicherung/Sozialhilfe. Im Stellenplan sind dafür 2,3 Arbeitsplätze vorgesehen, davon bleiben 1,5 gesperrt bis zur tatsächlichen Zunahme an Fällen. Für die soziale Arbeit im Bereich Wohnungslosigkeit wird eine weitere Stelle eingerichtet.  Auch der Fachbereich Bauordnung hat für 2023 eine zusätzliche Stelle beantragt. Dabei geht es um ordnungsbehördliche Verfahren und Bußgeldverfahren sowie um die Arbeitsgruppe Zuwanderung. In diesem Bereich geht es auch um die zunehmenden Unterkünfte für Leiharbeiter. In der Jugendhilfe führten die gestiegenen Fallzahlen dazu, dass der Sperrvermerk für eine weitere Stelle aufgehoben werden musste.

Innerhalb des Jahres 2022 wurde der Stellenplan bereits um zehn Stellen erweitert. Anfangs des Jahres gab es 331,7 Stellen, das Jahr wird dann mit 341,7 Stellen abschließen. Die krummen Zahlen ergeben sich durch Stellen in Teilzeit. Wird der Plan im Rat beschlossen, startet die Stadt mit 358,5 Stellen ins neue Jahr.

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