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Sportkonzept Nettetal der CDU

Sportplanung in Nettetal : „Durchstarten in die Zukunft des Sports“

In Nettetal sind 12.000 Menschen in 62 Sportvereinen organisiert. Zusammen mit den Vereinen und dem Stadtsportverband will die CDU in Nettetal auf die Veränderungen in der Gesellschaft reagieren.

Der Landessportbund hat drei Trends ausgemacht, die in den nächsten Jahren auch die Arbeit der Sportvereine vor Ort bestimmen werden. Immer mehr ältere Menschen wollen sich sportlich betätigen, aber nicht immer in den früher ausgeübten Sportarten. Dafür braucht man veränderte Hallenkonzepte, etwa kleinere Gymnastikhallen. Zweitens gilt es, Kinder und Jugendliche schon früh an Bewegung und Sport heranzuführen. In Kitas und Schulen übernehmen die Vereine wichtige Aufgaben. Im Offenen Ganztag wächst der Bedarf an Sportangeboten beständig. Hallenzeiten sind allerdings ein Engpassfaktor in Nettetal. Die Hallen sind durch bestehende Angebote und die Schulen voll ausgelastet. Drittens müssen in der großen Altersgruppe von jungen Erwachsenen bis zu den 60-Jährigen neue Angebote gemacht werden. Es reiche nicht mehr, nur Ballsport anzubieten.

Die Ausgangslage in der Stadt Nettetal ist aber nicht schlecht. In den zurückliegenden zehn Jahren wurde über die laufende Förderung des Sports ein Investitionsprogramm von einer  Million Euro aufgelegt. Überwiegend wurde die Umrüstung von Fußballfeldern auf Kunstrasen gefördert. Daneben hat die Stadt eine Doppelturnhalle in Kaldenkirchen errichtet. Daneben läuft ein Antragsverfahren beim Stadtsportverband für eine Modernisierung von Sportanlagen aus dem Landesprogramm „Moderne Sportstätte 2022“. „Es ist also einiges passiert, es soll aber noch deutlich mehr passieren“, sagt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Marcus Optendrenk.

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Die großen Nettetaler Sportvereine und der Stadtsportverband sind seit Jahren im Dialog über Veränderungen. Diese Ideen sind auch in das Sportkonzept Nettetal 2030 der CDU eingeflossen, sagt Holger Michels, Vorsitzender des Ausschusses für Schule und Sport. Das Konzept hat die CDU in der letzten Woche beschlossen.

Jochen Heußen sieht Nettetal als sportfreundliche Stadt. Aber die Sportstadt Nettetal müsse auch zukunftsfähig gemacht werden. Zu den Aufgaben der Stadt gehöre es, gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Es gebe eine Reihe von Sporthallen, bei denen ein mehr oder weniger großer Sanierungsbedarf bestehe. Als Ersatz für die Turnhalle am Sassenfelder Kirchweg ist eine neue Gymnastikhalle im benachbart geplanten Ärztehaus vorgesehen.

Die CDU, so Optendrenk, wolle unmittelbar nach der Kommunalwahl im September mit Vertretern von Stadtsportverband, Vereinen und Verbänden Gespräche über eine Weiterentwicklung der Sportstadt Nettetal führen. Ein Thema könne die Belebung des Stadions in Lobberich sein. Dort ist ein Ascheplatz zurzeit ungenutzt. Dort könnten andere Aktivitäten angeboten werden. Auch wie die Leichtathletikangebote neu ausgerichtet werden können, soll diskutiert werden. Über Perspektiven für Fußball-Jugendangebote solle gesprochen werden. Dabei gehe es um Projekte der Integration. Spannend wird auch das Thema neuer Wege der Kooperation zwischen den Sportvereinen. Da sei ein Abschied vom Kirchturmdenken zu beobachten, so das CDU-Trio übereinstimmend. Für einige Sportangebote in Nettetal ergibt sich möglicherweise weiterer Bedarf an Investitionen. Das solle alles mit dem Stadtsportverband aufgearbeitet werden. „Trotz oder gerade wegen Corona“ müsse in die Zukunft investiert werden.