Spielzeit 2019/20 in Nettetal schließt mit Minus ab

Lobberich : Spielzeit 2018/19 schließt mit Minus ab

Seit Jahren sinken unter anderem die Zahlen der verkauften Abonnements.

Die Nette-Kultur hat bei der Anzahl der verkauften Abonnements für die Spielzeit 2018/19 einen deutlichen Rückgang verzeichnet: Waren es 2016/17 noch 606 und 2017/18 immerhin 574 Verkäufe, nannte Jochen Müntinga (Familie, Bildung und Soziales) im jüngsten Kulturausschuss die Zahl 496. Damit sanken auch die Einnahmen aus dem Abo-Verkauf: von etwas mehr als 45.000 Euro 2017/18 auf knapp 39.000 Euro 2018/19.

Trotzdem könne aber festgestellt werden, dass die Spielzeit 2018/2019 positiv verlaufen ist, heißt es in der Vorlage: „Wiederum waren eine ganze Anzahl der Veranstaltungen aus den Abonnements sehr gut ausgelastet oder sogar ausverkauft.“ Ungeachtet der Zahlen, sagte Müntinga, erfreue sich das Kulturprogramm „überregional ungebrochener Beliebtheit“. Die einzelnen Sparten seien sehr unterschiedlich ausgelastet: Das Abonnement 1 verzeichnete in der abgelaufenen Spielzeit 1650, das Abonnement 2 insgesamt 2019 Besucher. Insbesondere das „Besondere Programm“ sei mit 3009 Besuchern gut angekommen. Die elfte Nettetaler Comedy-Nacht lag mit fast 500 Besuchern an der Spitze. Dennoch überstiegen die Ausgaben die Einnahmen in dieser Sparte um knapp 16.000 Euro.

Ursula Blum (CDU) glaubt, dass die Besucher wegen der Zukunft der Werner-Jaeger-Halle verunsichert seien. Den Trend, dass das „Besondere Programm“ so gut besucht wurde, nannte Blum „inflationär“ und wünschte sich im Ganzen mehr Qualität. Sabine Luhnau (FDP) schlug als Lösungsmöglichkeit für die zurückgehenden Besucherzahlen vor, durch Nachfragen beim Publikum herauszufinden, was ankomme und was nicht. Das Fazit von Renate Dyck (SPD): „Theater ist immer defizitär.“

Auch beim Kindertheater gab es bei 2345 Gästen ein Minus von gut 18.000 Euro. Dabei kamen zu „Michel aus Lönneberga“ und „Rabe Socke feiert Weihnachten“ jeweils mehr als 500 Besucher. Veranstaltungen der Agentur „Unnormal Entertainment“ in der Werner-Jaeger-Halle wie die Auftritte der Comedians Carolin Kebekus und Sven Pistor spülten für die Nette-Kultur etwas mehr als 15.000 Euro in die Kassen.

In der Spielzeit 2019/2020 werden die Veranstaltungen in Ausweichspielstätten wie der katholischen Kirche Lobberich stattfinden – die Werner-Jaeger-Halle steht wegen Sanierungsarbeiten nicht zur Verfügung. Da diese Orte nicht über die gleiche technische Ausstattung verfügen, werden die Veranstaltungen in Größe und Aufwand daran angepasst.

(b-r)
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