So wird die Veranstaltung "Genuss am See" am Wittsee in Leuth

Genuss am See: Genüssliches Wochenende am Wittsee

Erstmals steigt am letzten Wochenende im August die Veranstaltung „Genuss am See“. Neben Marktständen gibt es Musik und Unterhaltung für die Besucher — wenn es gut läuft, danach jedes Jahr

Das wird ein Fest! „Schleierwolken bei 25 Grad“, das wünscht sich Bürgermeister Christian Wagner (CDU) für das letzte Wochenende im August. Das sollte sich das Wetter schon mal vormerken. Dann wird es rund um das Café-Restaurant am Wittsee in Leuth ein buntes Treiben mit Markt-, Informations- und Mitmachständen, lebenden Bäumen, Feen, Musikern und Clowns geben.

Karl Kummers Restaurantküche bleibt dann kalt, besser gesagt: Er verlegt sie einfach nach draußen. Dort auf der Wiese soll den Besuchern alles angeboten werden, was den Hunger und natürlich auch den Durst stillt.

Die Vorfreude ist groß bei den Organisatoren der Veranstaltung „Genuss am See“. Immerhin überlegen und konzipieren, planen und organisieren sie seit fast zwei Jahren. Sie, das sind die Vertreter des Naturparks Schwalm-Nette wie der Geschäftsführer Michael Puschmann und die Projektleiterin der Veranstaltung, Simone Peters. Mit der Stadt Nettetal haben sie einen „starken Partner“, sagte Puschmann bei der Programmvorstellung, zur Kooperation gefunden. Immerhin sind mehr als 30 Stände mit rund 100 Akteuren dabei. Dass so ein logistisches Unterfangen organisatorisch gestemmt werden kann, dafür braucht es die fachliche Unterstützung in der Person von Sabine Monz und Ulrike Cronen von Stadtmarketing und Tourismus der Stadt Nettetal.

Der Naturpark Schwalm-Nette, so erläuterte Puschmann, hatte sich 2016 Ziele für die kommenden zehn Jahre gesetzt. Dazu gehören neben dem Schutz und der Nutzung der Kulturlandschaft auch die Entwicklung der Nachhaltigkeit, der Stärkung der ländlichen Räume und schließlich, die Stadt Nettetal als familienfreundliche Stadt und attraktiven Wirtschafts- und Tourismus­standort darzustellen. Diese Ziele bündeln sich in der Veranstaltung „Genuss am See“.

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An den Markständen wird es Ziegenmilcheis und Spargelkroketten geben, aber auch hiesige Tomaten, Salze, Honig, Liköre, Gin. Ein Korbflechter wird traditionelles Handwerk vorstellen. Die Erzeuger bzw. Vermarkter kommen aus Nettetal, Grefrath, Krefeld, Kempen, Mönchengladbach – eben aus der gesamten Region. Auf der Informationsmeile stellt sich das Freilichtmuseum Dorenburg in Grefrath vor. Dort können Kinder ein Fachwerkhaus bauen. Der Künstler Johannes Veit hilft, ein Graffito auf eine Leinwand zu sprayen. Auch das Textilmuseum „Die Scheune“ aus Hinsbeck, wo man filzen kann, die Sequoiafarm, der Niederrhein Tourismus und der Netteverband werden sich vorstellen. Der Netteverband wird praxisbezogen darstellen, wie er die Flüsse und Seen unterhält und pflegt.

Mit im Boot sind zudem das Regionalmanagement der Leader-Region Kevelaer, Geldern, Straelen und Nettetal sowie der Verein Leistende Landschaft. Die Geschäftsführerin Simone Schönell betonte den innovativen Charakter des Festes, bei dem verschiedene Themen wie das gemeinsame Erlebnis für Alt und Jung, für Paare und Familien, die regionalen Produkte und der Genuss im Mittelpunkt stünden.

Dies ist Puschmann wichtig: dass vor allem die Kinder auf so einem Markt der regionalen Produkte merken, dass Spargel, Tomaten, Gurken nicht im Supermarktregal wachsen, sondern in ihrer Region angebaut, gekauft und verzehrt werden können.

Für nahezu jeden ist also etwas dabei am letzten Augustwochenende am Wittsee. Wenn es gut ankommt, so die Veranstalter, könnten sie sich vorstellen, aus „Genuss am See“ eine jährliche Veranstaltung im August werden zu lassen.